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Wert gegenüber 2016 allerdings gesunken
Lebensmittelprüfer beanstanden bei jeder dritten Kontrolle etwas

Mainz. Bei fast jeder dritten Kontrolle in rheinland-pfälzischen Gaststätten haben Lebensmittelprüfer im vergangenen Jahr etwas zu nörgeln gehabt. Bei 12 808 Kontrollbesuchen in Betrieben gab es 3800 Mal einen Grund oder mehrere Gründe für eine Beanstandung, teilte das Umweltministerium mit.

Das war ein Anteil von knapp 30 Prozent.

Im Jahr 2016 hatten die Kontrolleure allerdings noch mehr kritisiert: Bei fast 4800 der 13 068 Betriebskontrollen traten nach ihrer Ansicht Mängel auf. Das entspricht einem Anteil von 36,5 Prozent. Im Jahr 2015 lag die Quote der Beanstandungen sogar bei fast 38 Prozent.

Die Prüfer begutachten Lokale, Imbissbuden und Stände auf Festen oder Märkten anhand bestimmter Kriterien. Dazu zählen der hygienische und der bauliche Zustand. Bei der Hygiene komme es darauf an, wie reinlich der Betrieb sei, ob sich zum Beispiel auch alter Dreck finde, sagte eine Ministeriumssprecherin. Außerdem prüfen die Kontrolleure, ob das Personal bestimmte Anforderungen etwa zum Schutz vor Infektionen erfülle.



Bauliche Mängel können es etwa sein, wenn in einem Lokal Putz von der Decke kommt oder Fliesen kaputt sind. Bei der Dokumentation geht es darum, ob Vorgaben zur Kennzeichnung eingehalten werden – also ein Wiener Schnitzel auch aus Kalbfleisch besteht oder ob Allergene wie Eier oder Erdnüsse gekennzeichnet sind. Wer gegen die gesetzlichen Vorschriften aus dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) verstößt, dem drohen Verwarnungen, Bußgeld und Freiheitsstrafen.

Im Jahresbericht 2017 monierte die Lebensmittelüberwachung Rheinland-Pfalz unter anderem Frittierfette aus der Gastronomie, die nicht mehr zum Essen geeignet waren. In den rheinland-pfälzischen Kommunen sind insgesamt 130 Kontrolleure unterwegs.