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Straßenausbau soll beschleunigt werden
Landesbetrieb Mobilität in Rheinland-Pfalz hat 76 Ingenieurstellen besetzt

Damit es mit dem Straßenbau in Rheinland-Pfalz vorangeht, hat das Land beim LBM neue Ingenieurstellen geschaffen.
Damit es mit dem Straßenbau in Rheinland-Pfalz vorangeht, hat das Land beim LBM neue Ingenieurstellen geschaffen. FOTO: dpa / Martin Schutt
Mainz. (dpa) Der öffentliche Dienst steht bei der Personalsuche in Konkurrenz zur freien Wirtschaft. Das bekam der Landesbetrieb Mobilität zu spüren, als er nach zusätzlichen Ingenieuren Ausschau hielt. Künftig setzt er unter anderem auch auf einen noch jungen dualen Studiengang. dpa

Die nicht ganz einfache Suche des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz nach neuen Ingenieuren ist vorerst abgeschlossen. Mittlerweile seien alle 76 Stellen besetzt worden, heißt es in einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. 61 Beschäftigungsverhältnisse seien zunächst befristet eingegangen worden, sie sollen laut Ministerium nach einer Probezeit von sechs Monaten „im Falle der Bewährung“ in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) rechnet darauf aufbauend im laufenden und im kommenden Jahr mit einem weiteren Ausbau der Planungskapazitäten beim LBM.

Der Landesbetrieb war auf der Suche nach zusätzlichen Ingenieuren, nachdem Wissing einen Ausbau eben jener Planungskapazitäten für den Straßenbau angekündigt hatte. Im vergangenen Herbst hatte der LBM dann von einer nicht ganz einfachen Suche gesprochen. Die Rekrutierung von Personal sei eben in Zeiten eines stabilen konjunkturellen Umfelds für den öffentlichen Dienst regelmäßig schwierig. „Die Bewerberzahl ist in den vergangenen beiden Jahren geringer geworden“, teilte der LBM nun mit. Nichtsdestotrotz seien alle Stelle nach und nach besetzt worden. „Wir gehen davon aus, dass uns das auch im laufenden Jahr gelingen wird.“

Denn auch nach der Einstellung der 76 neuen Ingenieure würden immer wieder „im Zuge der altersbedingten Personalfluktuation“ Stellen frei, teilte die LBM-Sprecherin weiter mit. „Diese werden umgehend wieder besetzt.“ In der Ministeriumsantwort ist von 39 Ingenieuren die Rede, die bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 das Renteneintrittsalter erreichen werden. Während das Planungspersonal auch künftig tendenziell wachsen soll, hat der LBM gleichzeitig an anderer Stelle Beschäftigte abgebaut, Wissing zufolge etwa in den Straßenmeistereien. Ungeachtet der neuen Ingenieure benötigt der Landesbetrieb nach eigener Aussage auch weiterhin neben eigenen Ingenieurkapazitäten die Expertise externer Ingenieure. „Wir müssen in beiden Bereichen unsere Anstrengungen forcieren, um die Ziele zu erreichen“, sagte die Sprecherin.



Verkehrsminister Volker Wissing zufolge werden in diesem Jahr für externe Ingenieurleistungen voraussichtlich rund 35 Millionen Euro gezahlt. Er sagte kürzlich in Mainz zur Gesamtentwicklung beim LBM: „Das zeigt, dass wir alles tun, um unter den gegenwärtig schwierigen Bedingungen wie den knappen Kapazitäten in der Bauwirtschaft so weit wie möglich im Infrastrukturausbau voranzukommen.“

Der LBM setzt künftig unter anderem auch auf Absolventen des erst seit wenigen Jahren bestehenden dualen Studiums für Bauingenieurwesen, der Praxisphasen im LBM beinhaltet und in Koblenz, Kaiserslautern, Trier, Mainz und Karlsruhe angeboten wird. Bewerben können sich sowohl Mitarbeiter des Landesbetriebs als auch Externe. Innerhalb des LBM würden gezielt Straßenwärter, Bauzeichner und staatlich geprüfte Techniker, die die Zulassungsvoraussetzungen für die Hochschule haben, darauf angesprochen, sagte die Sprecherin. Laut Ministerium haben bislang 42 Studenten den Studiengang begonnen, vier haben ihn erfolgreich abgeschlossen. Unter den Neueingestellten sei ein Absolvent gewesen.