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Parlament
Landtagssanierung im Plan - und es wird wohl nicht teurer

 Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) steht auf der Baustelle des historischen Deutschhauses, in dem nach der Sanierung wieder der Landtag untergebracht wird. Sowohl die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro als auch der Zeitplan würden voraussichtlich eingehalten, sagte Hering bei einem Rundgang.
Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) steht auf der Baustelle des historischen Deutschhauses, in dem nach der Sanierung wieder der Landtag untergebracht wird. Sowohl die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro als auch der Zeitplan würden voraussichtlich eingehalten, sagte Hering bei einem Rundgang. FOTO: dpa / Ira Schaible
Mainz. Die Sanierung des historischen Deutschhauses mit dem Landtag in Mainz verläuft planmäßig. Sowohl die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro als auch der Zeitplan würden voraussichtlich eingehalten, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) bei einem Rundgang über die Baustelle.

Die neue Bodenplatte des Plenarsaals wurde bereits Anfang dieser Woche gegossen.

Dafür wurden rund 85 Kubikmeter Beton gebraucht, wie Architekt Andreas Nath am Freitag sagte. Der neue Plenarsaal hat eine Größe von rund 335 Quadratmetern. Derzeit arbeiteten jeden Tag zwischen 50 und 60 Handwerker und Monteure auf der Baustelle. 16 bis 18 unterschiedliche Firmen seien vertreten.

Richtfest wird voraussichtlich am 28. August gefeiert. In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll das Ensemble neben dem Kurfürstlichen Schloss am Rhein fertig sein. Nach der Sommerpause werde die Gastronomie für das öffentlich zugängliche Restaurant ausgeschrieben. Der neue Anbau dafür ist etwa 350 Quadratmeter groß.



Die Grundsanierung des historischen Deutschhauses hatte nach der Plenarsitzung im Dezember 2015 begonnen. Die Fassade von 1740 soll eins zu eins rekonstruiert werden.

In dem historisch bedeutenden Gebäude tagte einst die frei gewählte Mainzer Republik. Der kurzlebige Freistaat (von März bis Juli 1793) gilt als erste Demokratie auf deutschem Boden.

Innen soll im sanierten Landtagsgebäude alles ganz modern werden, inklusive eines versenkbarem Rednerpults für Rollstuhlfahrer. Der Landtag zählt jährlich rund 30 000 Besucher, die Nachfrage ist Präsident Hendrik Hering zufolge noch höher.

(dpa)