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Rheinland-Pfalz
Landtag streitet heftig über Bildungsqualität

Mainz. Nach einer Studie zu Mathe-Leistungen greifen CDU und AfD Bildungsministerin Stefanie Hubig an.

Nach einer Studie zu Lernleistungen in Mathe und Klagen über Unterrichtsausfall lässt die Opposition kein gutes Haar an der Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz. Die CDU-Bildungspolitikerin Anke Beilstein sprach am Mittwoch im Landtag von einem „Showdown“ und sagte: „Rheinland-Pfalz positioniert sich mehr und mehr als Bundesland der mangelhaften Bildung.“ Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) wies dies in der lebhaften Landtagsdebatte als „Schwarzmalerei“ zurück: „Das, was Sie hier machen, ist gelinde gesagt schwierig, um nicht zu sagen unterirdisch.“

Mit der vorigen Freitag veröffentlichten Studie hat das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Berliner Humboldt-Universität einen Ländervergleich zu Lernerfolgen von Neuntklässlern in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern vorgelegt. Demnach erreichten lediglich 40,5 Prozent der Schüler in Rheinland-Pfalz den Regelstandard in Mathematik. Besser schnitten die rheinland-pfälzischen Schüler in Biologie, Chemie und Physik ab.

Beilstein sprach von einer „Bankrotterklärung für das rheinland-pfälzische Bildungssystem“, AfD-Fraktionsvize Joachim Paul von „desaströsen Ergebnissen“, der bildungspolitische Sprecher Michael Frisch forderte eine grundlegende Bildungssystem-Reform. Strukturreformen seien laut IQB-Studie das falsche Mittel, um die Ergebnisse zu verbessern, entgegenete Ministerin Hubig. Mit den Ergebnissen in Mathematik sei sie nicht zufrieden. Seit 2017 seien mit der „Mint-Strategie“ für die Förderung des Unterrichts in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie mit dem Grundschulprogramm „Mathe macht stark“ bereits die richtigen Maßnahmen getroffen worden. Deren Wirkung brauche aber Zeit. Hubig kündigte eine Mathematik-Fachtagung mit dem Pädagogischen Landesinstitut und Beratungen mit den Studien-Autoren an.