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Landeskirche will bei der Vikarsausbildung künftig kooperieren

Speyer/Landau. Die Evangelische Kirche der Pfalz verhandelt mit der hessen-nassauischen Landeskirche über eine Kooperation in der Vikarsausbildung

Speyer/Landau. Die Evangelische Kirche der Pfalz verhandelt mit der hessen-nassauischen Landeskirche über eine Kooperation in der Vikarsausbildung. In der Pfalz seien die Vikarskurse so klein geworden, dass kaum noch ein vernünftiger Austausch der Teilnehmer untereinander möglich sei, sagte der für die Ausbildung der Pfarrdienstkandidaten zuständige Oberkirchenrat Gottfried Müller (Foto: lk) in Speyer. Die pfälzische Landeskirche wolle jedoch den Standort Landau des Predigerseminars nicht aufgeben. Noch seien die Verhandlungen in der Anfangsphase, sagte Müller. Denkbar sei, dass ein großer Teil der Kurse im etwa 220 Kilometer entfernten hessischen Herborn stattfänden. Außerdem könnte dort ein Pfälzer Pfarrer eine Dozentenstelle übernehmen. Die Schul- und Gemeindepraktika der pfälzischen Vikare fänden aber weiterhin in der Pfalz statt und würden von Landau aus koordiniert. Klar sei, dass die künftigen Pfarrer Vikare der pfälzischen Landeskirche blieben.Gespräche seien auch mit den Predigerseminaren der badischen und der rheinischen Kirche in Heidelberg und Wuppertal geführt worden, sagte die Leiterin des Landauer Predigerseminars, Pfarrerin Julia Neuschwander. Doch derzeit sehe es so aus, als passe die hessen-nassauische Kirche vom Profil her am besten zur pfälzischen.

In den vergangenen vier Jahren haben nach Neuschwanders Worten nie mehr als fünf Vikare einen Kurs in Landau begonnen. Darunter seien auch Gastvikare aus anderen Landeskirchen gewesen. Derzeit sei es nicht sinnvoll, um Gastvikare zu werben, da in der Pfalz Pfarrstellen abgebaut werden. Um ihren Pfarrerbedarf zu denken, brauche die Landeskirche langfristig jedoch fünf bis acht Vikare im Jahr. epd