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Kabinett beschließt Änderung des Landeswaldgesetzes
Landesforsten verkauft kein privates Holz mehr

Mainz. Der Landesbetrieb Landesforsten Rheinland-Pfalz wird künftig kein Holz mehr von Kommunen und Privatpersonen verkaufen. Das Kabinett habe eine entsprechende Änderung des Landeswaldgesetzes beschlossen, teilte das Umweltministerium in Mainz mit. Anlass für die Neuregelung ist ein Verfahren in Baden-Württemberg, bei dem das Bundeskartellamt Bedenken gegen eine gemeinsame Vermarktung von Holz aus dem Staatswald und aus privaten Wäldern hat. Die Gesetzesänderung soll noch im Februar in den rheinland-pfälzischen Landtag eingebracht werden.

Bisher war die Regelung in Rheinland-Pfalz so: Das Holz aus dem Staatswald vermarktete der Landesbetrieb Landesforsten. Die Gemeinden, die mit 47 Prozent der größte Waldbesitzer im Land sind, hatten die Wahl, ob sie ihr Holz selbst verkaufen oder dies an den Landesbetrieb übertragen. Dieser übernahm die Vermarktung kostenlos. Privatwaldbesitzer konnten ihr Holz gegen kostedeckende Entgelte über Landesforsten vermarkten.