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Landes-CDU beklagt Lohndumping am Nürburgring

Mainz. Die rheinland-pfälzische SPD-Landesregierung toleriert nach Darstellung der CDU Dumpinglöhne am landeseigenen Nürburgring. Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Licht teilte gestern in Mainz mit, Hotel-Reinigungskräfte hätten "an Eides statt erklärt, dass sie für den Lohn von vier Stunden ein Pensum abarbeiten müssen, dass unter sieben Stunden nicht zu leisten ist

Mainz. Die rheinland-pfälzische SPD-Landesregierung toleriert nach Darstellung der CDU Dumpinglöhne am landeseigenen Nürburgring. Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Licht teilte gestern in Mainz mit, Hotel-Reinigungskräfte hätten "an Eides statt erklärt, dass sie für den Lohn von vier Stunden ein Pensum abarbeiten müssen, dass unter sieben Stunden nicht zu leisten ist. Aus wenig mehr als acht Euro Stundenlohn werden dann vier und weniger". Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März, Julia Klöckner, monierte, dies passe nicht mit der SPD-Forderung nach flächendeckenden Mindestlöhnen zusammen. Die SPD-Landesregierung wies die Vorwürfe als falsch zurück: An der Rennstrecke in der Eifel gebe es weder bei Festangestellten noch in Zeitarbeit Lohndumping. Wirtschaftsminister Hendrik Hering hat die Behauptungen von Julia Klöckner im Bundestag entschieden zurückgewiesen. Wie heute im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr des rheinland-pfälzischen Landtags ausführlich von Minister Hering dargelegt, habe das Land mit dem in Rede stehenden Arbeitgeber am Nürburgring keinen Vertrag. Zudem wurde dargelegt, dass es sich bei der in Rede stehenden Zeitarbeitsfirma als Vertragspartner der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH, die im Bereich Gebäudereinigung eingesetzt wird, um einen der weltweit größten und renommiertesten Anbieter handelt, der in über 50 Ländern mit 485 000 Beschäftigten tätig ist, darunter knapp 11 200 aus Deutschland. Als Referenzen nennt die Firma Weltunternehmen wie Daimler, Bayer, Hochtief oder Volkswagen. dpa