| 22:37 Uhr

Es geht um rund 659 000 Euro
Land übernimmt alle Kosten für Brücken-Planung

Mainz. Der Rhein-Hunsrück-Kreis und der Rhein-Lahn-Kreis müssen nichts für das Raumordnungsverfahren der geplanten Mittelrheinbrücke zahlen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) teilte am Freitag mit: „Die Kosten für das Raumordnungsverfahren in Höhe von insgesamt rund 659 000 Euro werden vom Land getragen. Darin eingeschlossen sind auch ursprünglich vorgesehene Leistungen der beiden betroffenen Landkreise von jeweils 100 000 Euro.“ Die Gebühren von rund 10 000 Euro übernehme nach seiner Entscheidung ebenfalls das Land. Lewentz betonte das Interesse, nach den nötigen Vorbereitungen so rasch wie möglich mit dem Verfahren zu beginnen. Er rechne mit ihm in einem Zeitraum von rund dreieinhalb Jahren.

Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr (CDU) hatte am Donnerstag Lewentz und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss schriftlich um die Vorbereitungen für das Verfahren gebeten. Zugleich betonte er, dass es offensichtlich schon frühere Zusicherungen an den Rhein-Lahn-Kreis gebe, dass das Land für diesen die Kosten voll übernehme. Das wolle er auch für seinen Kreis „einfordern“.

Zwischen Koblenz und Mainz gibt es keine Rheinquerung. Die Mittelrheinbrücke soll nahe dem Loreley-Felsen zwischen St. Goar und St. Goarshausen entstehen. Die Kostenaufteilung ist weiter in der Diskussion. Bröhr will eine Landesbrücke, Verkehrsminister Wissing ein kommunales Projekt.

(dpa)