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Wiesbaden unterstützt Idee aus Mainz
Länderübergreifende Buga im Jahr 2031 immer wahrscheinlicher

Wiesbaden/Mainz. Die angestrebte Blumenschau im Mittelrheintal hat auch die Zustimmung Hessens bekommen. Damit können weitere Millionen Euro in das Projekt fließen.

Eine mögliche länderübergreifende Bundesgartenschau 2031 im hessischen und rheinland-pfälzischen Teil des Welterbes Oberes Mittelrheintal hat eine weitere Hürde genommen. Das hessische Kabinett stimmte am vergangenen Mittwoch der Unterstützung der Bewerbung zu, wie das Umweltministerium in Wiesbaden jetzt mitteilte. Hessen will nun Fördergelder in Höhe von maximal 6,3 Millionen Euro bereitstellen. Zudem sollen die beteiligten Kommunen, die Städte Rüdesheim und Lorch sowie der Rheingau-Taunus-Kreis, bei der Vergabe anderer Fördermittel bevorzugt werden.

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal will die Bewerbung in nächster Zeit bei der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft einreichen, hieß es. Die Schau soll sich auf 67 Kilometern zwischen Koblenz im Norden und Bingen sowie Rüdesheim im Süden erstrecken. Eine 2017 vorgestellte Machbarkeitsstudie sieht ein Budget von 108 Millionen Euro dafür vor, mit 1,8 Millionen Besuchern wird demnach gerechnet.

Laut dem Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, Rainer Zeimentz, ist noch ein winziger Teil der Mitfinanzierung der Kommunen ungeklärt. Die Städte Boppard und Bingen wollten etwas weniger als ursprünglich vorgesehen zahlen, weil ihre Gebiete teilweise außerhalb des Welterbes lägen. „Mehr als 99 Prozent der Finanzierung stehen aber“, so Zeimentz. Der Verbandsvorsteher des Zweckverbands, Rhein-Lahn-Landrat Frank Puchtler (SPD), und Verbandsgeschäftsführerin Nadya König-Lehrmann kündigten für März eine Verbandsversammlung an, in der „der finale Beschluss zur Bewerbung um die Buga 2031 gefasst werden soll“.



Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) betonte, eine Buga 2031 könne die Region wirtschaftlich und ökologisch weiterentwickeln. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nannte die Schau eine große Chance, sie ziehe Publikum weit über die Grenzen der Region hinaus an.

Auch der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD), Vater der Buga-2031-Idee, begrüßte den hessischen Kabinettsbeschluss. Es gelte, die Lebensqualität in dem Rheintal zu verbessern, das Leben der Bewohner zu modernisieren und das kulturelle Erbe zu bewahren. „Die Bundesgartenschau kann dafür ein ganz besonderer Motor sein.“ Zeimentz nannte die Zusage des hessischen Kabinetts „einen ganz wichtigen Schritt. Damit kann man gut weiterarbeiten“.

Das Obere Mittelrheintal gilt mit der weltweit höchsten Burgendichte, Weinbergen und pittoresken Orten als einer der romantischsten Flussabschnitte Deutschlands.

(dpa)