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Krebsgesellschaft: Höchste Zeit für ein Nichtraucherschutzgesetz

Koblenz. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz hat das ab morgen geltende Nichtraucherschutzgesetz begrüßt.Es sei hinlänglich bewiesen, dass Raucher auch die Gesundheit von Nichtrauchern schädigten, die die Schadstoffe ebenfalls einatmeten, teilte die Gesellschaft gestern in Koblenz mit

Koblenz. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz hat das ab morgen geltende Nichtraucherschutzgesetz begrüßt.Es sei hinlänglich bewiesen, dass Raucher auch die Gesundheit von Nichtrauchern schädigten, die die Schadstoffe ebenfalls einatmeten, teilte die Gesellschaft gestern in Koblenz mit. Am Vortag hatte der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof (VGH) in Koblenz in einem Eilverfahren entschieden, dass das Gesetz in Kraft treten kann. Bis zu einer VGH-Entscheidung über fünf Verfassungsbeschwerden bleiben kleine Kneipen mit nur einem Schankraum, in denen der Chef selbst bedient, vom Rauchverbot ausgenommen. Der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Wolfgang Neumann: "Die Freiheit des Einzelnen, sich zu entfalten, endet dort, wo das Recht eines Anderen beeinträchtigt wird. Und das gilt, wenn die Gesundheit auf dem Spiel steht, ganz besonders." Er hoffe, dass die VGH-Richter, die über die Verfassungsbeschwerden befinden müssten, sich für die Gesundheit entschieden, ergänzte Neumann. Das Gesetz sieht vor, dass in Gaststätten nur noch in abgetrennten Räumen geraucht werden darf, die nicht größer als der Hauptgastraum sind. Diese Regelung setzte der VGH für kleine Kneipen ohne Beschäftigte vorerst aus. Die Beschwerdeführer, fünf Gastwirte, hätten nachvollziehbar dargelegt, dass das Gesetz ihre berufliche Existenz gefährden könnte, erklärten die Richter. Die Schonfrist gilt, bis die Richter abschließend über die Verfassungsbeschwerden entschieden haben. dpa