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Kontakt zu Rechtsextremen hat keine Konsequenzen für AfD-Mann

Mainz. Agentur

Nach dem Kontakt eines Vorstandsmitglieds der rheinland-pfälzischen Alternative für Deutschland (AfD) zu Anhängern der rechten Szene sind seitens der Partei bislang keine disziplinarischen Konsequenzen geplant. Das sagte ein Sprecher des AfD-Landesverbandes gestern auf Anfrage. Attila Sonal vom Kreisverband Kaiserslautern habe glaubhaft dargelegt, dass der Kontakt nicht beabsichtigt gewesen sei. Zudem habe er die Partei über die politische Orientierung der Kontaktpersonen informiert, sobald er davon erfahren habe.

Das Magazin "Stern" hatte berichtet, Sonal sei regelmäßig mit Ulrike Reinhardt von den "Pfälzer Spaziergängern" zusammengekommen. Die Gruppe wird nach Einschätzung von Verfassungsschützern von der NPD dominiert. Außerdem sei der Pirmasenser Republikaner-Stadtrat Andreas Burkhardt vor der Landtagswahl am 13. März in die Verteilung von Flugblättern involviert gewesen.

Der AfD-Landesvorsitzende Uwe Junge hatte sich von Rechtsextremisten distanziert und erklärt, Sonal habe im Wahlkampf Unterstützungsbedarf beim Verteilen von Flugblättern und dem Anbringen von Plakaten gehabt und sich unter anderem von Sympathisanten helfen lassen. Burkhardts Hintergrund sei "keiner der handelnden Personen bekannt" gewesen. Ein Antrag auf Parteimitgliedschaft von Reinhardt sei abgelehnt worden.