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Klöckner überbringt Kanzlerin Geschenk von Flüchtling

Perl. Einen ungewöhnlichen Weg hat die Skulptur eines in der Eifel lebenden iranischen Asylbewerbers genommen. Aber jetzt ist der Dank für Hilfsbereitschaft bei Bundeskanzlerin Angela Merkel angekommen. Agentur

Als persönliche Postbotin hat die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU ) das Geschenk eines Flüchtlings überbracht. Klöckner überreichte Merkel die Skulptur des iranischen Asylbewerbers am Samstagvormittag am Rande einer CDU-Klausur im saarländischen Perl . Klöckner hatte das Geschenk in der vergangenen Woche bei dem Hobbykünstler im Eifelort Naunheim im Kreis Mayen-Koblenz abgeholt.

Merkel habe sich sichtlich über das ungewöhnliche Geschenk gefreut und über den Transport geschmunzelt, teilte die CDU Rheinland-Pfalz mit. Nun will Klöckner eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung der Kanzlerin an den Künstler in Naunheim schicken.

Der Iraner wollte die Skulptur eigentlich schon im Dezember mit der Post an das Berliner Kanzleramt schicken. Das Paket löste jedoch einen Polizeieinsatz mit neun Beamten samt Sprengstoffhund einer Postagentur in Naunheim aus, weil eine Mitarbeiterin misstrauisch geworden war (wir berichteten).



Der Asylbewerber will sich mit dem Geschenk bei Merkel für deren Hilfsbereitschaft bedanken. Die hölzerne Skulptur zeigt Hände, die sich einander reichen, sowie die Flagge von Deutschland und die frühere Flagge von Syrien, die von Rebellen und Opposition verwendet wird. Darüber steht: "Gut Gefühl".