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Kirchenpräsident Schad gegen Profilierung auf Kosten der Katholiken

Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad (Foto: dpa) hat eine evangelische Profilierung auf Kosten der katholischen Kirche abgelehnt. Dies werde es mit ihm nicht geben, sagte Schad gestern in Speyer

Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad (Foto: dpa) hat eine evangelische Profilierung auf Kosten der katholischen Kirche abgelehnt. Dies werde es mit ihm nicht geben, sagte Schad gestern in Speyer. Trotz aller Unterschiede gebe es zwischen beiden großen christlichen Kirchen bereits durch das Sakrament der Taufe, die Bibel, das gemeinsame Glaubensbekenntnis und das Gottesgebet eine tiefe und sichtbare Gemeinschaft. Angesichts der Äußerungen des Vatikans, die evangelischen Christen bildeten keine "Kirche im eigentlichen Sinne", wünschten sich viele ein klareres Profil ihrer Kirche. Man könne nicht ernsthaft "Vater unser im Himmel" beten und zugleich von "meiner" und "deiner" Kirche reden, sagte Schad. Es bleibe ein Schmerz zurück, solange Katholiken und Protestanten sich beim Abendmahl nicht auch als christliche Konfessionen wechselseitig einladen und willkommen heißen. Die Feier des Abendmahls vertrage keine getrennten Tische. Zumindest für die konfessionsverbindenden Paare und Familien solle der Tisch des Herrn in allen Kirchen offen stehen. Der Kirchenpräsident predigt am Reformationstag um 20 Uhr in der Landauer Stiftskirche unter dem Motto "Ein feste Burg ist unser Gott" über Martin Luthers Auslegung des 46. Psalms. epd