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Umstrittener Kraftstoff-Ablass
Kerosinablass: Landes-SPD kritisiert Ignoranz

Mainz.

Das Thema Kerosinablass erregt wieder die Gemüter in der Landespolitik. Der SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer moniert, „wie das Bundesverkehrsministerium mit eklatanten Erkenntnislücken“ in der Sache umgehe. Hintergrund: Zum einen habe der Bund in einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog in Sachen Risiken auf eine 25 Jahre alte Untersuchung verwiesen und lapidar erklärt, dass „der weitaus größte Teil des abgelassenen Kerosins noch in höheren Luftschichten verdunstet“. Zudem nehme das Bundesverkehrsministerium nicht ernst, dass viele Bürger sowie die Landesbehörden zumindest wissen wollten, wann und wie viele Kerosin aus den Flugzeugen geleitet werde. In dem Bundesschreiben heiße es, die derzeitige Informationspraxis sei „ausreichend“, da ja die Deutsche Flugsicherung (DFS) das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und das Bundesministerium informiere. Schweitzer betont: „Das von Minister Christian Schmidt [CSU] geführte Bundesverkehrsministerium offenbart eine ignorante Haltung. Er habe Schmidt darum gebeten, bis zur Veröffentlichung des mittlerweile in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Treibstoffschnellablassen keine „irreführenden und verharmlosenden Aussagen“ zu tätigen. Auch habe er Schmidt aufgefordert, die DFS anzuweisen, rheinland-pfälzische Behörden direkt nach Meldung eines „fuel dumping“ in Kenntnis zu setzen.