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Keine Besserung bei Unterrichtsausfall

Mainz. Der Lehrerverband in Rheinland-Pfalz rechnet für das nächste Schuljahr nicht mit einer Besserung beim Unterrichtsausfall an den Schulen

Mainz. Der Lehrerverband in Rheinland-Pfalz rechnet für das nächste Schuljahr nicht mit einer Besserung beim Unterrichtsausfall an den Schulen. "Wir glauben nicht - obwohl wir keine Pessimisten sind -, dass die Unterrichtsversorgung im nächsten Schuljahr besser sein wird", sagte der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung VBE, Gerhard Bold, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Es wird schwierig werden, genug Lehrer zu finden." Das sei schon deshalb so, weil die Lehrerzahl nach den Sommerferien sinke, wenn einige in Ruhestand gingen.Die Lehrergewerkschaft VBE geht davon aus, dass sich der Unterrichtsausfall an Realschulen plus von 2,5 auf drei Prozent erhöhen könnte. An Förderschulen, Gymnasien und Berufsschulen könne es außerdem problematisch werden, genug Vertretungslehrer zu finden, sagte Bold, der früher Rektor der Fritz-Walter-Förderschule in Kaiserslautern war.

Bei den Pflichtstunden fielen im abgelaufenen Schuljahr in den Gymnasien 1,8 Prozent des Unterrichts aus, das hatten vor vier Monaten Zahlen des Bildungsministeriums ergeben. An den Realschulen plus war ein Ausfall kaum messbar, an Berufsschulen fielen 6,1 Prozent der Stunden aus, an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) 0,3 Prozent.

Im Herbst hatte das Ministerium höhere Prozentzahlen genannt, da es sich um Pflicht- und Wahlstunden handelte: für Gymnasien 3,5 Prozent Ausfall, für die Realschulen plus 2,5 Prozent, für Berufsschulen 6,3 Prozent und für die IGS drei Prozent. dpa



Foto: VBE/dpa