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Kafitz soll sieben Millionen Euro zahlen

Mainz. Die Nürburgring GmbH fordert von ihrem geschassten Ex-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz (Foto: pm) sieben Millionen Euro Schadenersatz. Ihr ebenfalls entlassener Ex-Finanzchef Hans Lippelt soll 1,3 Millionen Euro zahlen. Das teilten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und das Wirtschaftsministerium in Mainz mit

Mainz. Die Nürburgring GmbH fordert von ihrem geschassten Ex-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz (Foto: pm) sieben Millionen Euro Schadenersatz. Ihr ebenfalls entlassener Ex-Finanzchef Hans Lippelt soll 1,3 Millionen Euro zahlen. Das teilten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und das Wirtschaftsministerium in Mainz mit. Die Summen habe Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) am Dienstag während einer auswärtigen Kabinettssitzung in Schalkenmehren in der Vulkaneifel mitgeteilt. Beck sagte weiter, die Fristen für Schadenersatz seien in diesen Fällen "relativ kurz". Deswegen würden die Ansprüche nun geltend gemacht. Sollten Kafitz und Lippelt sich weigern zu zahlen, werde die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH vor Gericht ziehen. Kafitz war federführend beim Bau des 350 Millionen Euro teuren neuen Freizeitparks am Nürburgring und bei der Anwerbung der möglicherweise betrügerischen Finanzberater, deren Privatfinanzierung im Juli 2009 spektakulär scheiterte. Der später fristlos entlassene Ex-Ringchef arbeitet inzwischen für die Rennstrecke im Wüstenstaat Abu Dhabi. Seine Kündigung begründete der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH mit Missmanagement. So habe Kafitz beispielsweise an dem Kontrollgremium vorbei einen Kredit von 5,6 Millionen Euro an eine Tochtergesellschaft vergeben. Die Nürburgring-Querelen beleuchtet auch ein Untersuchungsausschuss des Landtags in Mainz. dpa