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Für kreative Finanzpolitik
„Spar-Euro“ für Käshofen, Trier und Ahrweiler

Mainz. Mit über 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben die Käshofer Bürger dazu beigetragen, dass ihre Gemeinde schuldenfrei ist.

Für ihre kreative Finanzpolitik haben drei Kommunen in Rheinland-Pfalz eine erstmals verliehene Auszeichnung erhalten: Der „Spar-Euro“ des Gemeinde- und Städtebunds sowie des Bundes der Steuerzahler geht an die Ortsgemeinde Käshofen in der Südwestpfalz, die Stadt Trier und den Landkreis Ahrweiler, wie beide Organisationen am gestrigen Montag mitteilten. Die auch in Hessen jährlich vergebene Auszeichnung besteht aus einer Glasplatte mit einem eingearbeiteten Euro.

Mit mehr als 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben die rund 680 Einwohner von Käshofen nach Angaben der Preisstifter dazu beigetragen, dass die Gemeinde schuldenfrei ist. So werden etwa das Dorfgemeinschaftshaus und die Multifunktionshalle mit Hilfe von Bürgern und örtlichen Vereinen unterhalten. Der Platz vor dem Käshofer Gemeinschaftshaus wurde von den Bürgern selbst gepflastert; die Gemeinde musste nur die Materialkosten tragen.

In Trier wurden jährlich 22 500 Euro an Druck- und Papierkosten gespart, weil die Mitglieder des Stadtrats Anträge und Vorlagen jetzt digital auf dem Tablet-Computer lesen. Deren Anschaffung kostete einmalig 11 300 Euro – weit günstiger als der Preis für mindestens 1,6 Tonnen Papier.



Kürzere Entscheidungswege und klarere Verantwortungsbereiche haben es im Kreis Ahrweiler ermöglicht, jährlich rund eine Million Euro in der Jugend- und Sozialhilfe einzusparen. Auslöser für die Neuordnung der Abteilungen waren steigende Ausgaben und Fallzahlen. Der Kreis startete das Projekt bereits 2012 zusammen mit den Mitarbeitern und der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt).