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Erneuerbare Energien
Jedes vierte Windrad in Rheinland-Pfalz steht im Wald

Mainz. Etwa jedes vierte Windrad in Rheinland-Pfalz dreht sich im Wald. 445 von insgesamt 1748 sind es, wie Umweltstaatssekretär Thomas Griese (Grüne) auf eine Große Anfrage der AfD-Landtagsfraktion von 2018 mitteilt.

Die Windräder zwischen Bäumen benötigten lediglich 0,01 bis 0,02 Prozent der Landesfläche. Der CO2 bindende Wald trage auch mit seinen Standorten für Windräder zum Klimaschutz bei. Diese 445 Anlagen im Land erzeugen laut Griese rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr.

„Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele ist ein weiterer Ausbau der Windenergie zwingend erforderlich“, betont der Staatssekretär. „Viele Waldstandorte eignen sich hervorragend für die Nutzung der Windenergie.“ Auf den oft mit Wald bedeckten Bergen und Kuppen in Rheinland-Pfalz wehe der Wind besonders stark. „Damit sind weniger Anlagen für die gleiche Leistung notwendig“, erklärt Griese.

Immer wieder kritisieren Anwohner die teils sehr hohen Windräder – wegen ihrer Geräusche, ihrer Schatten und ihrer Gefahren für manche Vögel. Besonders im Hunsrück drehen sich viele Rotoren.



Griese erläutert dagegen, Wald liege meist „fern von Siedlungsgebieten und beeinträchtigt als Standort für Windenergie das Wohnumfeld der Bürger weniger.

(dpa)