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Mainz will Image aufpolieren
Hubig will Realschule plus bei Eltern und Schülern bekannter machen

Mainz. Bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule sollten Eltern nach einer Empfehlung des Bildungsministeriums die besonderen Vorteile der 2009 eingeführten Realschule plus in den Blick nehmen. „Die Realschule plus braucht kein besseres Image“, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig am Freitag in Mainz. „Sie leidet nur darunter, dass viele nicht wissen, was sie zu bieten hat.“ Diese Schulart verbinde in besonderer Weise praktisches Arbeiten und Nähe zu Betrieben mit theoretischem Schulwissen. „Sie eröffnet alle Wege in Richtung einer dualen Ausbildung oder in Richtung eines Studiums, sie bereitet unglaublich gut auf das Leben vor.“

Hubig zog ein positives Fazit der das zweite Jahr in Folge veranstalteten „Wochen der Realschule plus“. Zusammen mit anderen Regierungsmitgliedern besuchte sie zehn der insgesamt 184 Realschulen plus. Im laufenden Schuljahr werden 82 217 Schülerinnen und Schüler an einer Realschule plus unterrichtet.

Als besondere Herausforderungen der Realschulen nannte Hubig die Integration von Flüchtlingen – hierfür wird eine gezielte Sprachförderung angeboten –, die Inklusion und die „Rückläufer“ – Schüler, die vom Gymnasium auf die Realschule plus wechseln: „Leider gibt es viele Eltern, die ihr Kind im Gymnasium anmelden und dann nach ein oder zwei Jahren merken, dass die Stärken einfach woanders liegen.“ Umgekehrt ist der Wechsel möglich vom Sekundarabschluss I der Realschule plus, der früheren „Mittleren Reife“, zum Gymnasium.