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Heute beginnen neue Verhandlungen im Kita-Tarifstreit

Mainz/Frankfurt/Main. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen heute in Frankfurt einen Ausweg aus dem zähen Tarifstreit bei den kommunalen Kindertagesstätten suchen. Um der Forderung nach mehr Gesundheitsschutz Nachdruck zu verleihen, wollen erneut tausende Erzieher und Sozialarbeiter parallel zu den Verhandlungen streiken

Mainz/Frankfurt/Main. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen heute in Frankfurt einen Ausweg aus dem zähen Tarifstreit bei den kommunalen Kindertagesstätten suchen. Um der Forderung nach mehr Gesundheitsschutz Nachdruck zu verleihen, wollen erneut tausende Erzieher und Sozialarbeiter parallel zu den Verhandlungen streiken. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderten gestern die Arbeitgeber dazu auf, ein neues Angebot auf den Tisch zu legen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kündigte in allen Punkten Gesprächsbereitschaft an. Der Tarifstreit betrifft bundesweit 220 000 bei Kommunen angestellte Beschäftigte von Kitas, Jugendämtern und Sozialeinrichtungen. Rund 4500 Erzieherinnen und Sozialarbeiter legten gestern erneut ihre Arbeit nieder. Schwerpunkt des zwölften Tags des Arbeitskampfes war Hessen, wo nach Verdi-Angaben etwa 2500 Beschäftigte streikten. Auch in Nordrhein-Westfalen und Teilen Sachsens blieben laut Verdi viele Kitas geschlossen.Heute werden nach Gewerkschaftsangaben in Rheinland-Pfalz rund 1500 Beschäftigte die Arbeit niederlegen, morgen sollen es noch mehr werden, hieß es. Auch saarländische Einrichtungen wollen sich an dem Ausstand beteiligen. In Bremen sind für morgen und am Donnerstag ebenfalls Streiks geplant: Etwa 800 Erzieherinnen werden ihre Arbeit demnach niederlegen. In dieser Woche wollen die Gewerkschaften die von dem Konflikt besonders betroffenen Eltern von Kindern in städtischen Kitas entlasten. Der Arbeitskampf wird deshalb wechselweise auf einzelne Bundesländer beschränkt. Erste Verhandlungen über einen tarifrechtlich geregelten Gesundheitsschutz waren Ende Mai ohne Ergebnis geblieben. dpa