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"Haus des Jugendrechts" expandiert

Ludwigshafen/Mainz. Ein Ludwigshafener Modellprojekt zur Verringerung von Jugendkriminalität soll auf ganz Rheinland-Pfalz ausgeweitet werden

Ludwigshafen/Mainz. Ein Ludwigshafener Modellprojekt zur Verringerung von Jugendkriminalität soll auf ganz Rheinland-Pfalz ausgeweitet werden. Ein "Haus des Jugendrechts" unter Beteiligung von Staatsanwaltschaft, Polizei, Jugendamt und einem freien Träger der Jugendhilfe werde es bereits im Frühjahr auch in Mainz geben, sagte Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD) gestern laut Mitteilung in Ludwigshafen. Ähnliche Häuser sollen nach den Angaben möglichst an den Standorten aller Polizeipräsidien im Land entstehen. Im Haus des Jugendrechts in Ludwigshafen kümmern sich seit 2005 Mitarbeiter von Jugendamt, Polizei, Staatsanwaltschaft und einem Verein für Straffälligenhilfe gemeinsam unter einem Dach um Jugendliche, die eine Straftat begangen haben. Der Gedanke dahinter: Der Jugendliche soll dank strafferer Abläufe für sein Vergehen möglichst schnell die Folgen spüren - davon erhoffen sich die Beteiligten einen größeren erzieherischen Effekt. Wird zum Beispiel eine Ladendiebin erwischt, kommt sie in das Haus. Dort sprechen sich der zuständige Polizist und ein Staatsanwalt gleich ab, wie es mit der Jugendlichen weitergeht - bei Bedarf sitzen auch das Jugendamt und die Straffälligenhilfe mit am Tisch. Im Idealfall weiß die Täterin schon, wenn sie bei ihren Eltern abgeliefert wird, welche Strafe auf sie zukommt. dpa