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Gutachten geht von Schwelbrand ausGutachten geht von Schwelbrand aus

Ludwigshafen. In den Untersuchungen zur Feuertragödie von Ludwigshafen mit neun Toten haben die Ermittler bislang keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden. Es deute nichts darauf hin, dass Brandbeschleuniger verwendet worden sei, teilten die Polizei Ludwigshafen und die Staatsanwaltschaft Frankenthal gestern mit. Es gebe zudem keine Hinweise auf einen technischen Defekt

Ludwigshafen. In den Untersuchungen zur Feuertragödie von Ludwigshafen mit neun Toten haben die Ermittler bislang keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden. Es deute nichts darauf hin, dass Brandbeschleuniger verwendet worden sei, teilten die Polizei Ludwigshafen und die Staatsanwaltschaft Frankenthal gestern mit. Es gebe zudem keine Hinweise auf einen technischen Defekt. Die genaue Brandursache stehe jedoch nach wie vor nicht fest, es bestehe weiterer "Klärungsbedarf". Der Brand brach den Angaben zufolge unter dem unteren Abschnitt der Kellertreppe aus und entwickelte sich dann langsam.Eine Polizeisprecherin verwies darauf, dass ein psychologisches Gutachten zu den Aussagen von zwei Mädchen, die einen Brandstifter gesehen haben wollen, noch immer ausstehe. Diese Unterlagen würden nicht mehr für diese Woche erwartet. Die "Bild"-Zeitung berichtete gestern, das Feuer sei als Schwelbrand unter der Kellertreppe entstanden. Allerdings sei nach wie vor völlig unklar, wie es zu dem Schwelbrand gekommen sei. Nach Angaben der Ermittler scheide ein technischer Defekt aber aus, schrieb "Bild" weiter. Auch Brandstiftung gelte in Kreisen der Brandsachverständigen als immer unwahrscheinlicher. In der Ruine des Hauses waren keine Spuren von Brandbeschleuniger gefunden worden. Dem Bericht zufolge soll der Schwelbrand unter der zweiten und dritten Stufe der Kellertreppe ausgebrochen sein. Die neuen Erkenntnisse würden auch von den aus der Türkei angereisten Experten mitgetragen, schrieb die Zeitung. Der Leiter der zuständigen Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, hatte am Mittwoch betont, nach Prüfung des Brandgutachtens solle entschieden werden, ob weitere Forschungen nötig seien. dpa