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Grundschulordnung: Kritik an Ministerin Ahnen

Mainz. Hatte vor Wochen bereits der Verband für Bildung und Erziehung (VBE) den großen Unmut unter dern Lehrern zum Ausdruck gebracht (wir berichteten), zog am Dienstag die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach. Die Lehrer fühlen sich überfordert und beklagen einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand. Die massive Kritik rief in Mainz gestern auch die Opposition auf den Plan

Mainz. Hatte vor Wochen bereits der Verband für Bildung und Erziehung (VBE) den großen Unmut unter dern Lehrern zum Ausdruck gebracht (wir berichteten), zog am Dienstag die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach. Die Lehrer fühlen sich überfordert und beklagen einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand. Die massive Kritik rief in Mainz gestern auch die Opposition auf den Plan. Bettina Dickes (CDU) warf Ministerin Ahnen im Landtag vor, die Probleme zu verkennen. Es gebe eine erhebliche Verunsicherung unter den Lehrern, viele Fragen seien offen. Die Einführung der Grundschulordnung sei "ohne rechtzeitige Information der Beteiligten" erfolgt. Nicole Morsblech (FDP) betonte, Ahnen stelle die erforderlichen Ressourcen nicht zur Verfügung. Da die neue Grundschulordnung "dilettantisch" eingeführt worden sei, müsse man sich über Dauerkritik nicht wundern. Die Ministerin wies die Vorwürfe zurück. Hauptadressaten der neuen Verordnung seien nicht nur die Lehrer, sondern auch die Eltern. Und von letzteren gebe es "viele positive Stimmen". Ahnen: "Die Sicht der Verbände und Gewerkschaften stellt nicht die Gesamtsicht dar." Das Ministerium habe umfänglich und rechtzeitig informiert. Bereits im Herbst 2007 habe es Dienstbesprechungen mit den Schulleitern gegeben, an die sich 54 Fortbildungen überall im Land angeschlossen hätten. fcg