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Grünen-Politikerin: Piraten können Chancen für Rot-Grün gefährden

 Grünen-Politikerin Tabea Rößner sieht in der Piratenpartei einen ernstzunehmenden politischen Gegner und will ihr die Stirn bieten. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Grünen-Politikerin Tabea Rößner sieht in der Piratenpartei einen ernstzunehmenden politischen Gegner und will ihr die Stirn bieten. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Mainz. Die Piratenpartei könnte die Chancen für eine mögliche rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl aus Sicht der Grünen-Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner in Gefahr bringen. "Natürlich sind sie insofern eine Bedrohung, wenn sie eine rot-grüne Mehrheit verhindern. Sie nehmen uns etwas weg und sie nehmen der SPD etwas weg", sagte die Mainzer Abgeordnete

Mainz. Die Piratenpartei könnte die Chancen für eine mögliche rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl aus Sicht der Grünen-Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner in Gefahr bringen. "Natürlich sind sie insofern eine Bedrohung, wenn sie eine rot-grüne Mehrheit verhindern. Sie nehmen uns etwas weg und sie nehmen der SPD etwas weg", sagte die Mainzer Abgeordnete. Rößner sieht aber nicht nur Folgen für die Grünen: "Die Piraten speisen sich - das hat die Wählerwanderung bei der Saarland-Wahl gezeigt - aus allen Parteien, vor allem aber aus dem Potenzial der Nichtwähler. Und letzteres ist zu begrüßen."In einer Befragung des INSA-Meinungstrends für die "Bild"-Zeitung kamen die Piraten bei der Sonntagsfrage auf zehn Prozent der Stimmen (plus eins), die Grünen auf 15 Prozent (plus zwei) und die SPD auf 26 Prozent (minus eins). Im Saarland zogen die Piraten erstmals in den Landtag ein nach einem Ergebnis von 7,4 Prozent.

Die Mainzer Grünen-Bundestagsabgeordnete forderte, die politischen Ziele der Piratenpartei genau unter die Lupe zu nehmen. "Es ist wichtig, dass man sie ernst nimmt, sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzt und Widersprüche aufzeigt wie zum Beispiel die Forderung nach mehr Transparenz und Datenschutz zugleich", sagte Rößner. "Man muss die Piraten an dem messen, was sie fordern. Wir haben die ernsthafte Auseinandersetzung schon aufgenommen." dpa