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Grünen-Ministerin will weitergehende EU-Agrarreform

Mainz/Warschau. EU-Zahlungen sollten nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) stärker an Umweltleistungen gebunden werden

Mainz/Warschau. EU-Zahlungen sollten nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) stärker an Umweltleistungen gebunden werden."Die bekanntgewordenen Überlegungen der EU-Kommission zum "Greening" der Direktzahlungen an die Landwirte gehen in die richtige Richtung, sind aber nicht konsequent genug", sagte Höfken gestern anlässlich eines Treffens der nationalen Agrarausschüsse in Warschau. Die Reform sei die Chance, die Weichen für eine bäuerlich geprägte und umweltgerechte Landwirtschaft zu stellen, erklärte Höfken. Die Ressortchefin leitet den Agrarausschuss des Bundesrats.

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos will seine Vorstellungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 am 12. Oktober präsentieren. Nach den bisherigen Plänen sollen Europas Großbauern weniger Subventionen aus Brüssel erhalten. Außerdem sollen Mittel an Umweltleistungen gebunden werden. Der Deutsche Bauernverband hatte vor Flächenstilllegungen gewarnt. Wenn die Pläne aus Brüssel umgesetzt würden, müssen nach Ansicht des Verbands sieben Prozent der Ackerfläche in Deutschland stillgelegt werden. dpa