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Gewerkschaft will gleiche Lehrerbesoldung gerichtlich erzwingen

Mainz. Die rheinland-pfälzische Lehrergewerkschaft VBE (Verband Bildung und Erziehung) will gegen die unterschiedliche Bezahlung von Lehrern vor Gericht ziehen. Ein entsprechendes Verfahren sei bereits eingeleitet, sagte der neue Landeschef Gerhard Bold nach Gewerkschaftsangaben am Samstag in Mainz zum Abschluss der Delegiertenversammlung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE)

Mainz. Die rheinland-pfälzische Lehrergewerkschaft VBE (Verband Bildung und Erziehung) will gegen die unterschiedliche Bezahlung von Lehrern vor Gericht ziehen. Ein entsprechendes Verfahren sei bereits eingeleitet, sagte der neue Landeschef Gerhard Bold nach Gewerkschaftsangaben am Samstag in Mainz zum Abschluss der Delegiertenversammlung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). "Lehrer sind Lehrer - unabhängig von der Schulart, an der sie tätig sind", meinte der neu gewählte Vorsitzende. Daher müssten auch alle Lehrer gleich bezahlt werden.Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) hatte die Forderung bereits im Vorfeld abgelehnt. "Die Systematik orientiert sich an der Ausbildungsdauer und an den Ausbildungsinhalten", ließ sie Ministeriumssprecher Wolf-Jürgen Karle am Freitag in Mainz mitteilen. Deshalb gebe es nicht nur für Lehrer, sondern im gesamten öffentlichen Dienst verschiedene Stufen.

Bei der Abschlusskundgebung des VBE kündigte die Ministerin am Samstag unterdessen an, Grundschulrektoren ab Juli mehr Geld zu bezahlen. Damit bekämen rund 1400 Schulleiter zwischen 150 und 180 Euro mehr im Monat. Dies sei ein "klarer Beweis für die hohe Wertschätzung des Bildungssektors".

Am Freitag hatte die Delegiertenversammlung den Förderschulrektor Gerhard Bold mit 90,1 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Johannes Müller gewählt. Dieser hatte nach 13 Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung gestanden. dpa



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