| 23:18 Uhr

Gewerkschaft weitet Kita-Streiks aus

Mainz. Wegen des Streiks der Erzieherinnen sind auch gestern viele Kindergärten in Rheinland-Pfalz geschlossen geblieben. In Rheinland-Pfalz waren nach Gewerkschaftsangaben erneut Einrichtungen in Mainz und Ludwigshafen mit insgesamt rund 1000 Beschäftigten betroffen. Heute sollen die Streiks in Rheinland-Pfalz noch erheblich ausgeweitet werden

Mainz. Wegen des Streiks der Erzieherinnen sind auch gestern viele Kindergärten in Rheinland-Pfalz geschlossen geblieben. In Rheinland-Pfalz waren nach Gewerkschaftsangaben erneut Einrichtungen in Mainz und Ludwigshafen mit insgesamt rund 1000 Beschäftigten betroffen. Heute sollen die Streiks in Rheinland-Pfalz noch erheblich ausgeweitet werden. Wir rechnen mit 2000 bis 3000 Erzieherinnen von weit mehr als 100 Kindertagesstätten", sagte gestern dazu ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Mainz. Für eine kleinere Zahl von Kindern sind Notdienste eingerichtet. Die Erzieherinnen fordern bessere Arbeitsbedingungen. In Mainz waren nach Worten des GEW-Sprechers gestern abermals 35 und in Ludwigshafen 29 kommunale Kindertagesstätten geschlossen. Betroffen von der Ausweitung der Streiks sind heute in Rheinland-Pfalz laut Verdi neben Mainz und Ludwigshafen auch Kindergärten in Koblenz, Neuwied, Dierdorf, Bendorf, Mülheim-Kärlich, Bad Marienberg, Mendig, Ingelheim, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken. Ebenfalls einbezogen würden die Landkreise Alzey-Worms, Mainz-Bingen, Südwestpfalz, Kusel, Donnersberg und auch Bad Dürkheim. Um elf Uhr ist eine Kundgebung in Kaiserslautern mit Verdi-Landeschef Uwe Klemens und dem GEW-Landesvorsitzenden Klaus-Peter Hammer geplant. Nach Darstellung der Gewerkschaften zeigen die meisten betroffenen Eltern Verständnis für den bundesweiten Arbeitskampf. Dabei geht es um einen Gesundheits-Tarifvertrag für die kommunalen Erzieherinnen und Sozialarbeiter. Am 27. Mai ist ein Termin für die nächste Verhandlungsrunde festgesetzt. Die Arbeitgeber kritisierten den Streik bislang als "völlig unverhältnismäßig". > Seite 15: Bericht dpa