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Gewerkschaft fordert gleiche Bezahlung für alle Lehrer

Mainz. Lehrer der verschiedenen Schularten in Rheinland-Pfalz sollten nach einer Forderung der Gewerkschaft VBE gleich bezahlt werden

Mainz. Lehrer der verschiedenen Schularten in Rheinland-Pfalz sollten nach einer Forderung der Gewerkschaft VBE gleich bezahlt werden. "Es geht nicht an, dass beispielsweise an den Realschulen Plus die Hauptschullehrer zu Verlierern der Reform werden, weil sie die gleiche Arbeit wie ihre Realschulkollegen leisten, dafür aber erheblich weniger verdienen", erklärte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Johannes Müller, am Freitag in Mainz. Im Jahr mache der Unterschied 5000 Euro aus.Im Zuge der Schulreform waren 2009 Realschulen Plus in Rheinland-Pfalz eingeführt worden - sie entstanden aus regionalen Schulen und aus Fusionen zwischen Haupt- und Realschulen. Im Land arbeiten nach VBE-Angaben 6000 Hauptschullehrer. Mit der Kampagne "Mehr Gerechtigkeit wa(a)gen. Damit Lehrer nicht sitzen bleiben" wolle die Gewerkschaft auf den Missstand der ungerechten Bezahlung aufmerksam machen. In einem modernen Schulsystem sei der Auftrag aller Lehrer prinzipiell gleichwertig.

Das Bildungsministerium wollte die Kritik so nicht stehenlassen. Die Besoldung von Lehrkräften richte sich bundesweit an der Ausbildung - und nicht am Einsatzort. Es sei nicht zu erwarten, dass sich an diesem Grundsatz etwas ändere, teilte das Ministerium in Mainz mit. Parallel zur Einführung der Schulstrukturreform sei der neue Ausbildungsweg für das Lehramt an Realschulen Plus eingeführt worden. Alle Absolventen würden künftig einheitlich bezahlt. dpa