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GEW fordert eine Schule für alle Schüler

Mainz. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine gemeinsame "Schule für alle" statt des dreigliedrigen Schulsystems in Rheinland-Pfalz gefordert

Mainz. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine gemeinsame "Schule für alle" statt des dreigliedrigen Schulsystems in Rheinland-Pfalz gefordert. "Die PISA-Studie hat gezeigt, dass die zu frühe Selektion in unserem mehrgliedrigen Schulwesen die Ursache für die im internationalen Vergleich schlechte Leistung der Schüler und die hohe Chancenungleichheit ist", sagte Landesgeschäftsführer Udo Küssner gestern in Mainz. Die GEW fordere deshalb eine Schule für alle Schüler bis zur zehnten Klasse. "Das frühe Einsortieren auf verschiedene Schularten schon nach dem vierten Schuljahr verhindert eine effektive Förderung und damit auch die Chancen von Kindern aus benachteiligten Gruppen", betonte auch GEW-Landesvorsitzender Tilman Boehlkau. Die Lösung läge in möglichst langem Lernen von guten und schlechten Schülern. "Das haben wir im Prinzip schon, das ist die Gesamtschule, die müsste man weiterentwickeln", erläuterte Küssner. Das Bildungsministerium verwies darauf, im Herbst ein landesweites Konzept zur Weiterentwicklung des Schulsystems vorzulegen. dpa



Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Rheinland-Pfalz Mainz (dpa/lrs) - In der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind Lehrer und Erzieher aus sämtlichen Bereichen des Bildungssystems organisiert. Darunter fallen Erzieherinnen in Kindertagesstätten ebenso wie Lehrer, Professoren und Wissenschaftler. Die GEW vertritt die Interessen der angestellten Lehrkräfte und Erzieher bei Tarifverhandlungen. Bundesweit hat die Gewerkschaft rund 260 000 Mitglieder, in Rheinland-Pfalz sind es 9000. Die größte Gruppe stellen Lehrer an den Grund- und Hauptschulen des Landes. Die Gewerkschaft tritt dafür ein, dass alle Schüler bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen und am Ende den "Qualifizierten Sekundarabschluss I" (Mittlere Reife) erlangen. In den Kitas sollen die Gruppengrößen wegen der Ausweitung des Kindergartenalters auf 2 Jahre auf 18 bis 20 sinken. Die GEW ist gegen Studiengebühren und fordert einen Tarifvertrag für Honorarkräfte an Universitäten und in der Weiterbildung. dpa eri yyrs w4 löb