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Geteiltes Echo auf Lärmobergrenze

 Etliche Anwohner in Rheinland-Pfalz sehen sich durch den Lärm von Maschinen, die den Frankfurter Flughafen ansteuern oder dort abheben, belästigt. Foto: Patrick Pleul/dpa
Etliche Anwohner in Rheinland-Pfalz sehen sich durch den Lärm von Maschinen, die den Frankfurter Flughafen ansteuern oder dort abheben, belästigt. Foto: Patrick Pleul/dpa FOTO: Patrick Pleul/dpa
Mainz. SPD und Grüne in Rheinland-Pfalz sehen das Konzept für eine Lärmobergrenze am Frankfurter Airport gegensätzlich. Die SPD rügt das Konzept als „halbherzig“, die Grünen loben es indes. Agentur

Das Konzept für eine Lärmobergrenze am Frankfurter Flughafen hat in Rheinland-Pfalz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Als "unzureichend und halbherzig" bezeichnete der Mainzer SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Klomann die gestern vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) vorgestellten Pläne. Es sei nicht verständlich, dass Hessen sich weigere, eine klare Obergrenze für Flugbewegungen festzulegen, monierte Klomann. Die Regierung in Wiesbaden mogele sich so nämlich um eine Antwort auf die zentrale Frage, wie viele Maschinen höchstens im Rhein-Main-Gebiet starten und landen könnten.

Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Grüne) begrüßte das Konzept dagegen. "Der Frankfurter Flughafen wird weltweit der erste Airport mit rechtlich verbindlichen Lärmobergrenzen sein", sagte sie. Leider werde die Lärmobergrenze nicht dazu führen, dass es tatsächlich leiser wird. Sie werde erst in der Zukunft wirken und für die Zunahme von Flugbewegungen relevant werden.

Rößner erklärte, sie hoffe, dass dadurch der Anreiz erhöht werde, geräuschärmere Flugzeugtypen einzusetzen. Für den Fall, dass die neue Lärmobergrenze zwei Jahre hintereinander nicht eingehalten wird, sieht das Konzept die Möglichkeit vor, die Zahl der Flugbewegungen einzufrieren.