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Gerichtsentscheidung: Polder Altrip darf gebaut werden

Koblenz. Der Hochwasser-Polder Altrip in der Pfalz darf nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) gebaut werden. Das Gericht wies die Klagen gegen das Projekt ab, wie ein OVG-Sprecher am Freitag in Koblenz mitteilte. Die Gemeinde Altrip, ein landwirtschaftlicher Betrieb und ein Hauseigentümer wollten den Polder verhindern

Koblenz. Der Hochwasser-Polder Altrip in der Pfalz darf nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) gebaut werden. Das Gericht wies die Klagen gegen das Projekt ab, wie ein OVG-Sprecher am Freitag in Koblenz mitteilte. Die Gemeinde Altrip, ein landwirtschaftlicher Betrieb und ein Hauseigentümer wollten den Polder verhindern. Sie fürchten, dass sich die Hochwassersituation verschärft, wenn der Polder geflutet wird. Im Dezember 2007 waren die Kläger bereits vor dem Verwaltungsgericht Neustadt gescheitert. Sie können jetzt noch Beschwerde gegen die Entscheidung einreichen, da das OVG die Revision nicht zuließ. Die Klagen richteten sich gegen einen wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschluss, den die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd erlassen hatte. Eine Begründung für sein Urteil gab das Gericht zunächst nicht, sie soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Der Polder Altrip/Waldsee/Neuhof ist Teil des rheinland-pfälzischen Hochwasserschutzkonzeptes am Rhein. Für das Projekt sind rund 40 Millionen Euro veranschlagt. (Az.: 1 A 10722/08.OVG). dpa