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Fronten im Tarifkonflikt verhärten sich

 So wie hier in Mainz Ende Juni könnten die Busfahrer ab kommender Woche auch in Koblenz streiken. Verdi ist unzufrieden mit dem bisherigen Angebot. Foto: dpa
So wie hier in Mainz Ende Juni könnten die Busfahrer ab kommender Woche auch in Koblenz streiken. Verdi ist unzufrieden mit dem bisherigen Angebot. Foto: dpa
Koblenz/Mainz. Im Tarifstreit für die rund 27000 Beschäftigten des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz hat nach Gewerkschaftsangaben ein zweites Busunternehmen eigenständige Tarifverhandlungen angeboten. Nach Rhenus-Veniro sei nun auch die vornehmlich im Norden von Rheinland-Pfalz tätige Transdev SZ GmbH & Co

Koblenz/Mainz. Im Tarifstreit für die rund 27000 Beschäftigten des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz hat nach Gewerkschaftsangaben ein zweites Busunternehmen eigenständige Tarifverhandlungen angeboten. Nach Rhenus-Veniro sei nun auch die vornehmlich im Norden von Rheinland-Pfalz tätige Transdev SZ GmbH & Co. KG diesen Schritt gegangen und habe Verdi schriftlich aufgefordert, Vorschläge zu machen, teilte die Gewerkschaft gestern in Mainz mit. Mit dem bisherigen Entgegenkommen des Dachverbandes, der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz (VAV), zeigt sich Verdi Rheinland-Pfalz derweil nicht zufrieden. In einem Schreiben an die Gewerkschaft habe der VAV bekräftigt, dass er nur über Entgelterhöhung für Linienbusfahrer verhandeln werde. Schulbusfahrer, Reisebusfahrer, Disponenten oder Werkstattbeschäftigte sollten demnach ausgeklammert werden. Nach Verdi-Angaben sei weiterhin ein bereits zugesagter Verhandlungstermin am 20. Oktober wegen Terminüberschneidungen abgesagt, ein neues Datum nicht angeboten worden. Bernd Oleynik, Sprecher von Verdi Rheinland-Pfalz: "Was der VAV bietet ist zu wenig für zu wenige. Das ist ein taktisches Angebot, nach wie vor wird auf Zeit gespielt, an einer friedlichen Einigung ist offenbar der Verband noch nicht interessiert." Die Arbeitgeber hätten noch bis zum 18. Oktober die Chance, das Steuer herumzureißen und die Auseinandersetzung in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Ansonsten würden, so Oleynik weiter, in der kommenden Woche die Streiks, beginnend in Koblenz ausgeweitet werdenVerdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro (für die Auszubildenden 80 Euro) bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. dpa/red