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Bis Ende 2020
Frist verlängert für Anträge von Missbrauchsopfern

Mainz. Wer in Rheinland-Pfalz als Kind und Jugendlicher sexueller Gewalt ausgesetzt war, kann länger einen Antrag auf Hilfe stellen. Das Kabinett der Ampelkoalition erweiterte die Frist am gestrigen Dienstag in Mainz von Ende 2019 auf Ende 2020. Dabei geht es zum Beispiel um Opfer, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in psychiatrischen Einrichtungen zwischen den Jahren 1949 und 1975 Leid und Unrecht erfahren haben.

Sie können medizinische und psychotherapeutische Hilfen oder die Übernahme von Therapiekosten erhalten.

Die Opfer sexueller Gewalt können sich nach Angaben des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums bei der Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung Anerkennung und Hilfe melden.

Die Bundesregierung hatte gemeinsam mit den Bundesländern und Kirchen in Deutschland ein Hilfesystem errichtet.



(dpa)