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Ministerium warnt vor Ordnungsmaßnahmen
Schulstreiks für Klimaschutz in elf Städten heute in Rheinland-Pfalz

Mainz. Mit weltweit mehr als 1650 Klimakundgebungen soll die Schülerbewegung „Fridays for Future“ heute einen neuen Höhepunkt erreichen. Das gilt auch für Reinland-Pfalz, wo in elf Städten Aktionen geplant sind: laut Landesschülervertretung (LSV) in Mainz, Trier, Koblenz, Bingen, Bad Kreuznach, Worms, Frankenthal, Speyer, Kaiserslautern, Neustadt und Landau.

Im Januar wurde auch in Zweibrücken demonstriert (wir berichteten). „Wir sehen uns dazu gezwungen, uns gegen eine Politik aufzulehnen, die den Klimawandel und seine Folgen nicht annähernd ernst genug nimmt“, erklärte die LSV. Sie appellierte an alle Lehrer, die Fehlstunden aufgrund der Teilnahme an den Demonstrationen zu entschuldigen. „Da wir bereits im aktiven Austausch mit dem Ministerium für Bildung stehen, hoffen wir auf eine baldige langfristige Kompromissfindung in dieser Frage.“

Bei einer Anhörung im Bildungsausschuss des Landtags begrüßten alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD das Engagement von Schülern für Klimaschutz. Bildungs-Hans Beckmann (SPD) betont aber auch, dass kein Weg an der Schulpflicht vorbeiführe. Die Schulaufsicht sei gebeten worden, die betroffenen Schulen auf die Rechtslage hinzuweisen. Bei unentschuldigtem Fehlen vom Unterricht seien Ordnungsmaßnahmen denkbar. Die Entscheidung darüber müsse in jedem Einzelfall in den Schulen selbst getroffen werden.