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Früherer Speyerer Generalvikar
Franz Jung zum Würzburger Bischof geweiht

Der neue Würzburger Bischof Franz Jung (rechts) bekommt vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick den Bischofsstab überreicht.
Der neue Würzburger Bischof Franz Jung (rechts) bekommt vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick den Bischofsstab überreicht. FOTO: dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Würzburg/Mainz . Franz Jung ist neuer Bischof von Würzburg. Der 52-Jährige, der zuvor Generalvikar im Bistum Speyer war, ist gestern vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick geweiht worden. Die feierliche Zeremonie im Kiliansdom wurde von etwa 1500 Menschen begleitet.

Unter den geladenen Gästen waren etwa 30 Bischöfe aus Deutschland und der Welt. Zur Bischofsweihe kamen zudem die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Vor dem Dom sowie in der Nachbarkirche Neumünster verfolgten zudem Hunderte Menschen auf Großbildschirmen die Liturgie der Bischofsweihe.

„Er heißt nicht nur Jung, er ist auch jung und dynamisch, voller Hoffnung, wie sein Wappen sagt, und voller Energie“, sagte Schick zu Beginn des mehrstündigen Gottesdienstes. Der Wahlspruch des neuen Bischofs lautet „spem ancoram animae“ – eine Hoffnung als Anker der Seele. Der Anker sowie der fränkische Rechen finden sich auch im Wappen Jungs wieder.

Jung tritt die Nachfolge von Bischof Friedhelm Hofmann an, der im September 2017 von Papst Franziskus in den Ruhestand entlassen wurde. Danach hatte Weihbischof Ulrich Boom das Bistum übergangsweise geleitet.



Die Weihe Jungs ist die erste Weihe eines Diözesanbischofs im Würzburger Dom seit 1924. Weil der Dom im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde, mussten zwei angehende Bischöfe in eine andere Kirche ausweichen.

Das Bistum Würzburg ist eines von sieben in Bayern. Mit der Amtsübernahme ist Jung der 89. Bischof von Würzburg und damit der oberste Seelsorger für etwa 755 000 Katholiken im Bistumsgebiet.

Jung ist gebürtiger Mannheimer. Aufgewachsen ist er in Ludwigshafen am Rhein. Jung studierte Philosophie und katholische Theologie in München und an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Seine Doktorarbeit schrieb er in München über das Neue Testament.

Jung wurde vor gut 25 Jahren, im Oktober 1992, in Rom zum Priester geweiht. Generalvikar in Speyer war er seit 2009. Jung wird von der Bischofskonferenz als umsichtiger und weitsichtiger Entscheider gelobt, der im Bistum Speyer wichtige Weichen gestellt habe. „Er ist Wissenschaftler, er ist Organisator und er ist pastoral ein kluger Hirte“, sagt der ehemalige Würzburger Bischof und Vorgänger, Friedhelm Hofmann, über Jung.