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FDP will Klarheit zur Erlebnisregion Nürburgring

Mainz/Nürburg. Die FDP-Landtagsfraktion erwartet von der rheinland-pfälzischen SPD-Landesregierung einen Bericht zur geplanten Erlebnisregion am Nürburgring

Mainz/Nürburg. Die FDP-Landtagsfraktion erwartet von der rheinland-pfälzischen SPD-Landesregierung einen Bericht zur geplanten Erlebnisregion am Nürburgring. Der parlamentarische Geschäftsführer Günter Eymael habe beantragt, das Thema bei der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Landtag am morgigen Donnerstag zu behandeln, teilte die FDP gestern in Mainz mit. Die Landesregierung müsse darlegen, warum es ihr bisher nicht gelungen sei, private Investoren zu finden, die 50 Prozent der Gesamtkosten übernehmen. Zudem solle die Regierung erklären, mit welchem Betrag sich das Land an der Gesamtfinanzierung beteiligen wolle. Der Nürburgring-Aufsichtsrat wollte sich am gestrigen Nachmittag mit der Erlebnisregion befassen. Dabei sollen Investitions- und Finanzierungsmodelle für das Projekt vorgeschlagen werden, das ursprünglichen Angaben zufolge 150 Millionen Euro kosten soll. "Finanzierung komplex"Geplant sind unter anderem ein Feriendorf, eine Erlebnismeile, ein Hotel und ein Golfplatz. Das Projekt soll die legendäre Rennstrecke in der Eifel unabhängiger vom Motorsport machen. Ursprünglich sollten private Investoren schon in diesem Sommer vorgestellt werden. Die Verzögerung entstand nach Angaben von Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz wegen der "komplexen Finanzierung". Die Aufsichtsratssitzung sollte bis zum Abend dauern. Die Nürburgring GmbH kündigte an, die Öffentlichkeit an diesem Mittwoch über die Ergebnisse zu informieren. Die Eröffnung der Erlebnisregion ist nach früheren Angaben für das Frühjahr 2009 geplant. Die Gesellschafter der Nürburgring GmbH sind zu 90 Prozent das Land und zu zehn Prozent der Landkreis Ahrweiler. dpa