| 21:30 Uhr

Ex-Wirtschaftsminister Bauckhage fordert Westerwelles Rücktritt

 Im März 2006 nahm Hans-Artur Bauckhage (rechts) als damaliger Spitzenkandidat der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz von Guido Westerwelle, der da noch Parteichef war, Blumen entgegen. In der Mitte: die FDP-Vorsitzende aus Baden-Württemberg, Birgit Homburger. Foto: Tim Brakemeier/dpa
Im März 2006 nahm Hans-Artur Bauckhage (rechts) als damaliger Spitzenkandidat der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz von Guido Westerwelle, der da noch Parteichef war, Blumen entgegen. In der Mitte: die FDP-Vorsitzende aus Baden-Württemberg, Birgit Homburger. Foto: Tim Brakemeier/dpa
Mainz. Der ehemalige rheinland-pfälzische FDP-Wirtschaftsminister und Vizeregierungschef Hans-Artur Bauckhage hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) laut einem Medienbericht zum Rücktritt aufgefordert

Mainz. Der ehemalige rheinland-pfälzische FDP-Wirtschaftsminister und Vizeregierungschef Hans-Artur Bauckhage hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) laut einem Medienbericht zum Rücktritt aufgefordert. Im SWR-Politmagazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" machte Bauckhage gestern Abend die schlechten Umfragewerte der Bundes-FDP dafür verantwortlich, dass die rheinland-pfälzischen Liberalen bei der Landtagswahl im März an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten. "Wenn man über anderthalb Jahre zwischen drei und fünf Prozent hängt bundesweit, kann man nicht glauben, man könnte im Land acht kriegen", sagte Bauckhage.Die Schuld am Umfragetief sieht Bauckhage beim langjährigen ehemaligen FDP-Bundesvorsitzenden Westerwelle. Dieser habe die FDP "zu einer unsympathischen Partei gemacht". Früher hätten die Freidemokraten in Zeiten, in denen es "inhaltlich nicht so funktionierte", wenigstens noch zugkräftige Persönlichkeiten vorzuweisen gehabt, sagte Bauckhage, der von 1998 bis 2006 als rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister amtierte. Heute dagegen sei die Lage der FDP schlimmer. "Jetzt haben wir eben Leute wie Westerwelle und (Entwicklungsminister Dirk) Niebel, die nicht die Köpfe sind, die die Leute wählen wollen." dpa