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Etliche Kampfkandidaturen um Landesvorsitz auf Piraten-Parteitag

Montabaur. Bei den Vorstandswahlen der rheinland-pfälzischen Piraten kommt es an diesem Samstag in Montabaur im Westerwaldkreis zu etlichen Kampfkandidaturen. Allein der Landesvorsitzende Roman Schmitt, der beim Parteitag erneut kandidiert, hatte bis zum Freitag drei Herausforderer, wie Parteisprecher Ingo Sauer am Freitag mitteilte

Montabaur. Bei den Vorstandswahlen der rheinland-pfälzischen Piraten kommt es an diesem Samstag in Montabaur im Westerwaldkreis zu etlichen Kampfkandidaturen. Allein der Landesvorsitzende Roman Schmitt, der beim Parteitag erneut kandidiert, hatte bis zum Freitag drei Herausforderer, wie Parteisprecher Ingo Sauer am Freitag mitteilte.Im Gegensatz zu den etablierten Parteien könne bei den Piraten jedes Mitglied nicht nur mitstimmen, sondern sich ebenso zur Wahl stellen. "Auch Spontankandidaturen auf Parteitagen selbst sind bei den Piraten keine Seltenheit", sagte Sauer. Bis Freitag gab es insgesamt 17 Bewerber für die sieben Vorstandsposten.

Die Partei erwartet beim Landesparteitag mehr als 100 Piraten. Neben den Wahlen geht es auch um eine Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrags von 36 auf 48 Euro, um mehr politische Bildung in den Schulen und um die Zulässigkeit von Flohmärkten an Sonntagen. Zudem gibt es einen Antrag, der sich gegen das sogenannte Fracking ausspricht. Bei dieser umstrittenen Gasförderung wird Gestein mit Hilfe von Chemikalien aufgebrochen, damit das Gas entweichen kann.

Die junge Piratenpartei segelt bundesweit mit Rückenwind und ist bereits in vier Landesparlamenten vertreten. In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit mehr als 1000 Piraten. Der 27-jährige Landeschef Schmitt hatte kürzlich der dpa gesagt, die Partei rechne fest damit, 2016 auch den Einzug in den rheinland-pfälzischen Landtag zu schaffen. 2011 war ihr das mit 1,6 Prozent der Stimmen noch nicht gelungen. dpa