| 23:09 Uhr

1300 neue Genossen in ersten zwei Monaten
Eintrittswelle bei SPD in Rheinland-Pfalz ebbt langsam ab

Mainz. Die Zahl der Neueintritte bei der SPD Rheinland-Pfalz hat nach dem Stichtag für das Mitgliedervotum zur großen Koalition (Groko) im Februar abgenommen. Während im Januar noch 798 Mitglieder neu hinzukamen, waren es im Februar 497, teilte der SPD-Landesverband mit. Mit fast 1300 neuen Genossen in den ersten beiden Monaten des Jahres waren allerdings schon zwei Drittel der Zahl der Neueintritte aus dem gesamten Jahr 2017 erreicht. Auch die Zahl der Austritte ist deutlich zurückgegangen: von 495 im Januar auf 87 im Februar.

Die Zahl der Neueintritte bei der SPD Rheinland-Pfalz hat nach dem Stichtag für das Mitgliedervotum zur großen Koalition (Groko) im Februar abgenommen. Während im Januar noch 798 Mitglieder neu hinzukamen, waren es im Februar 497, teilte der SPD-Landesverband mit. Mit fast 1300 neuen Genossen in den ersten beiden Monaten des Jahres waren allerdings schon zwei Drittel der Zahl der Neueintritte aus dem gesamten Jahr 2017 erreicht. Auch die Zahl der Austritte ist deutlich zurückgegangen: von 495 im Januar auf 87 im Februar.

Die SPD wertete die Entwicklung unter dem Strich positiv – auch wenn es im Januar und Februar verhältnismäßig viele Austritte gegeben habe. „Wir konnten mit unserer offenen Debatte zur Groko und dem Mitgliederentscheid viele neue Mitglieder gewinnen“, sagte Sprecherin Bianca Walther. Auch nach dem Stichtag für das Mitgliedervotum am 6. Februar habe die SPD weiter Eintritte verbuchen können. Allerdings: „Ein Blick auf die Online-Eintritte zeigt, dass sich die Eintrittszahlen normalisiert haben und auf ein durchschnittliches Ausgangsniveau zurückgekehrt sind.“ Die Jusos hatten dafür geworben, in die SPD einzutreten und so die Beteiligung an einer Bundesregierung mit der Union zu stoppen. Beim Mitgliedervotum sprachen sich zwei Drittel für die große Koalition aus.

Die recht hohe Zahl der Austritte im Januar war nach Ansicht der Landespartei vorhersehbar. Die Debatte über die große Koalition habe natürlich nicht allen gefallen, sagte die Sprecherin. Diejenigen hätten dann daraus ihre Konsequenzen gezogen. Eine regelrechte Austrittswelle, wie von allen Seiten befürchtet, habe es bei der SPD Rheinland-Pfalz allerdings nicht gegeben.



Die 495 Austritte im Januar setzen sich so zusammen: 414 Mitglieder sind per Willenserklärung ausgetreten, 81 sind gestorben. Die 87 Austritte im Februar erklären sich so: 42 Genossen gaben eine Erklärung ab, 45 starben. In den ersten Monaten eines Quartals, in denen eine Zahlung anstehe, gebe es aber immer höhere Austritte. Insgesamt hatte die SPD Rheinland-Pfalz Ende Februar 36 852 Mitglieder.