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Doris Ahnen will Vertretungslehrer-Pool ausbauen

 Ein Pool an Vertretungslehrern soll Unterrichtsausfall im Land verhindern. Foto: dpa
Ein Pool an Vertretungslehrern soll Unterrichtsausfall im Land verhindern. Foto: dpa
Mainz. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) will den Pool an Vetretungslehrern ausbauen. "Ich hoffe sehr, dass sich das Instrumentarium bewährt und dann in den nächsten Jahren ausgebaut werden kann", teilte Ahnen am Freitag in Mainz mit. Dies könne aber keinesfalls die Vielzahl von Vertretungsverträgen ersetzen

Mainz. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) will den Pool an Vetretungslehrern ausbauen. "Ich hoffe sehr, dass sich das Instrumentarium bewährt und dann in den nächsten Jahren ausgebaut werden kann", teilte Ahnen am Freitag in Mainz mit. Dies könne aber keinesfalls die Vielzahl von Vertretungsverträgen ersetzen. Zum Schuljahresbeginn würden für den Pool 100 Planstellen und zum 1. Februar 2012 weitere 100 Planstellen besetzt. Nach drei Jahren sollten die Lehrer dauerhaft an eine Schule versetzt werden.Ahnen wies Bedenken der Lehrergewerkschaft in Rheinland-Pfalz zurück, dass es große Lücken bei der Unterrichtsversorgung nach dem Sommer geben wird. Die Grundlage für eine gute Unterrichtsversorgung sei gelegt. Auch zum kommenden Schuljahr werde es viele Vertretungsverträge geben. Nachdem die Planstellen und die Stellen für den neuen Vertretungspool bearbeitet worden seien, würden nun täglich neue Verträge für Vertretungskräfte geschlossen. Genaue Zahlen sollen aber erst zum Schuljahresbeginn vorliegen. Die Prüfung der Verträge war bereits vor einigen Wochen abgeschlossen.

Weil etliche Verträge von Vertretungslehrern auslaufen, befürchtet der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Rheinland-Pfalz einen deutlichen Unterrichtsausfall im nächsten Schuljahr von bis zu sechs Prozent. "Die vor den Sommerferien zum Teil artikulierten Sorgen sind durch den Planungsfortschritt längst überholt", sagte der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Josef Peter Mertes, am Freitag.

Die Lage auf dem Lehrer-Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der Bildungsministerin insgesamt entspannter. Allerdings gebe es an den Berufsschulen und bei bestimmten Fächern vor allem in Naturwissenschaften noch Engpässe, sagte Ahnen.



Rund 550 Planstellen müssen nach Ministeriumsangaben zum kommenden Schuljahr besetzt werden. Weil Rheinland-Pfalz das jüngste Lehrerkollegium bundesweit habe, werde auch viel Elternzeit beansprucht. Die CDU Rheinland-Pfalz hatte kritisiert, es gebe Einsparungen bei den Verträgen von Vertretungslehrern und zu wenig Planstellen für Nachwuchslehrer. Die Grünen im Landtag begrüßten die Ankündigungen von Ahnen dagegen.

Die Senkung der Klassengrößen in Grundschulen auf 24 Schüler könne voraussichtlich erfolgreich umgesetzt werden. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der fast 400 kleinen Grundschulen im Land. dpa