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Der Nürburgring ist nun endgültig in russischer Hand

Nürburg. Der legendäre Nürburgring ist endgültig in russischer Hand. Der Kaufpreis sei viel schneller als erwartet bezahlt und der Kaufvertrag vollzogen, teilten die Insolvenzverwalter gestern mit. 66 Millionen Euro seien schon geflossen. Die übrigen elf Millionen Euro müssten in den kommenden Jahren in Monatsraten überwiesen werden. "Ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag besteht nicht mehr", hieß es weiter. "Für die Zukunft besteht jetzt für alle Vertragsparteien Rechts- und Planungssicherheit." Das Insolvenzverfahren beschränke sich nun auf "Abwicklungstätigkeiten" und Rechtsstreitigkeiten beispielsweise um Baumängel. Agentur

Der legendäre Nürburgring ist endgültig in russischer Hand. Der Kaufpreis sei viel schneller als erwartet bezahlt und der Kaufvertrag vollzogen, teilten die Insolvenzverwalter gestern mit. 66 Millionen Euro seien schon geflossen. Die übrigen elf Millionen Euro müssten in den kommenden Jahren in Monatsraten überwiesen werden. "Ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag besteht nicht mehr", hieß es weiter. "Für die Zukunft besteht jetzt für alle Vertragsparteien Rechts- und Planungssicherheit." Das Insolvenzverfahren beschränke sich nun auf "Abwicklungstätigkeiten" und Rechtsstreitigkeiten beispielsweise um Baumängel.

Die Nürburgring-Besitzgesellschaft gehört der NR Holding um den russischen Pharmaunternehmer Viktor Charitonin. In ihrem Aufsichtsrat sitzt auch Ex-RWE-Chef Jürgen Großmann . Die einst staatliche Rennstrecke in der Eifel war 2012 insolvent gegangen. Das löste ein politisches Erbeben in der rheinland-pfälzischen Politik aus. Derzeit ist der schon 1927 eröffnete Ring nach Angaben der Betreiber gut mit Veranstaltungen ausgelastet. 2015 habe er schwarze Zahlen geschrieben. Die Formel 1 rast hier allerdings nicht mehr über den Asphalt - und das Musikfestival "Rock am Ring" ist mittlerweile zum nahen Flugplatz Mendig in der Eifel abgewandert.

Vor dem Europäischen Gericht in Luxemburg sind noch Klagen des unterlegenen Ring-Kaufinteressenten Nexovation und des Vereins "Ja zum Nürburgring" anhängig. Beide Kläger halten den von der EU-Kommission gebilligten Verkauf der Rennstrecke für undurchsichtig und somit unrechtmäßig.