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CDU nominiert ihre Kandidaten

 Die Fußballer des SV Baltersweiler freuen sich über den erstmals gewonnenen Honda-Jung-Cup und einen Scheck über 500 Euro. Foto: SZ
Die Fußballer des SV Baltersweiler freuen sich über den erstmals gewonnenen Honda-Jung-Cup und einen Scheck über 500 Euro. Foto: SZ
Montabaur/Limburgerhof. CDU und Grüne in Rheinland-Pfalz haben am Samstag ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 27. September nominiert. Die Delegierten des CDU-Landesparteitages in Montabaur im Westerwald wählten Joachim Hörster auf Platz 1. In Limburgerhof konnte sich die Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken bei den Grünen durchsetzen

Montabaur/Limburgerhof. CDU und Grüne in Rheinland-Pfalz haben am Samstag ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 27. September nominiert. Die Delegierten des CDU-Landesparteitages in Montabaur im Westerwald wählten Joachim Hörster auf Platz 1. In Limburgerhof konnte sich die Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken bei den Grünen durchsetzen. Der 64-jährige Hörster konnte beim CDU-Parteitag 89,4 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich verbuchen. Auf dem zweiten Platz steht die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer. Platz drei der Liste hat der Trierer Bernhard Kaster inne. Bei der Wahl vor vier Jahren war die CDU in Rheinland-Pfalz auf 36,9 Prozent der Stimmen gekommen. Sie ist mit zwölf Abgeordneten im Bundestag vertreten. Zuvor hatte der rheinland-pfälzische CDU-Chef Christian Baldauf seine Partei mit Angriffen auf die SPD auf den Wahlkampf eingestimmt: Die SPD müsse vor der Wahl sagen, wie sie es mit der Linkspartei halte. Zugleich bekräftigte Baldauf, dass seine Partei im Bund eine Koalition mit der FDP anstrebe. Beim Grünen-Landesparteitag setzte sich die 53-jährige Höfken gegen die ehemalige Landesvorsitzende Tabea Rößner durch, die auf Platz drei landete, wie ein Sprecher mitteilte. Den zweiten Listenplatz hat der Bundestagsabgeordnete Josef Winkler inne. Die rheinland-pfälzischen Grünen hatten bei der Bundestagswahl 2005 im Land 7,3 Prozent der Stimmen erzielt und zwei Mandate errungen. Die-Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, kritisierte vor den Delegierten die große Koalition. Diese handele in der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht energisch genug. Die Bundesregierung solle unter anderem überzogenen Bonus-Zahlungen für Banker einen Riegel vorschieben, sagte Künast laut Mitteilung eines Sprechers. Die rund 170 Delegierten hatten zuvor das Wahlprogramm für die Kommunalwahlen am 7. Juni verabschiedet. Es steht unter dem Motto "Wir mischen uns ein" und hat die Schwerpunkte Klima, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Die Partei hatte bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren landesweit 7,1 Prozent erreicht. dpa