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CDU fordert Klarheit über Nürburgring

Mainz. Die CDU fordert vom rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) sofortige Klarheit über Scheitern oder Gelingen der Finanzierung des Großprojekts "Nürburgring 2009"

Mainz. Die CDU fordert vom rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) sofortige Klarheit über Scheitern oder Gelingen der Finanzierung des Großprojekts "Nürburgring 2009". Deubel hatte kürzlich im Landtag in Mainz gesagt, das Geschäft komme nicht zustande, wenn der Finanzdienstleister Pinebeck nicht bis zum vergangenen Freitag 200 Millionen Euro zum Kauf von Immobilien an der Rennstrecke in der Eifel überweise. Dennoch lasse der Minister weiterhin Parlament und Öffentlichkeit im Unklaren, kritisierte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Landtags, Michael Billen (CDU, Foto: PM), am Dienstag in Mainz. "Seriöse Informationspolitik sieht anders aus. Die Not des Finanzministers muss groß sein, wenn er sich nun ein weiteres Mal ziert, seine Karten auf den Tisch zu legen", monierte Billen. "Aber das passt ins Bild seines windigen Finanzierungsvorhabens. Deubel laviert seit Wochen mit seinem fragwürdigen Geschäftsgebaren und schadet damit dem Projekt "Nürburgring 2009"", ergänzte der CDU-Landtagsabgeordnete. Das Finanzministerium in Mainz wollte am Dienstag keine Stellung zu den Vorwürfen nehmen und verwies auf einen auswärtigen SPD-Fraktionstag an diesem Mittwoch am Nürburgring: Deubel werde dort über die aktuelle Entwicklung der Finanzierung informieren. Diese sieht vor, dass Pinebeck für 170 Millionen Euro Immobilien am Nürburgring kauft und zusätzlich einen "Ertragsanteil" von 30 Millionen Euro zahlt. Anschließend soll die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH die Gebäude sehr günstig mieten und nach elf Jahren auch wieder preiswert zurückkaufen können. Mit dem "Ertragsanteil" und den günstigen Mietkonditionen soll es zusammen zu einer Ersparnis von 50 Millionen Euro im Vergleich zu einer herkömmlichen Finanzierung kommen. dpa