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CDU fordert Ermittlung des Unterrichtsausfalls

Mainz. Die rheinland-pfälzische CDU hat kurz vor Beginn des neuen Schuljahres die SPD-Landesregierung aufgefordert, den Unterrichtsausfall an Schulen exakt zu ermitteln. "Wir brauchen handfeste Zahlen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Josef Rosenbauer, am Freitag in Mainz

Mainz. Die rheinland-pfälzische CDU hat kurz vor Beginn des neuen Schuljahres die SPD-Landesregierung aufgefordert, den Unterrichtsausfall an Schulen exakt zu ermitteln. "Wir brauchen handfeste Zahlen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Josef Rosenbauer, am Freitag in Mainz. Seit Jahren stritten Opposition und Regierung über die Unterrichtsversorgung, ohne dass belastbare Fakten vorlägen. Ein Sprecher des Bildungsministeriums in Mainz wies den Vorwurf zurück: "Die Erfassung der Unterrichtsversorgung im Land ist transparent und wird (...) ständig weiterentwickelt." Die jährliche Schulstatistik zeige detailliert, inwieweit der von den Schulen angemeldete Bedarf gedeckt werden könne. Die CDU forderte neben der jährlichen Statistik die Überprüfung der Lage im zweiten Schulhalbjahr. "Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass der strukturelle Unterrichtsausfall im zweiten Halbjahr immer größer ist als im ersten", sagte der bildungspolitische CDU-Fraktionssprecher, Josef Keller. Die SPD-Landesregierung sei laut Keller bei einer großen Anfrage nicht in der Lage gewesen, diese Zahl zu ermitteln. "Dies bedeutet, dass die Landesregierung nicht weiß, wie viele Lehrer mit wie vielen Wochenstunden an welchen Schulen im zweiten Schulhalbjahr unterrichtet haben", sagte Keller. Die CDU-Fraktion fordere deshalb, den strukturellen Unterrichtsausfall wegen zu weniger Lehrerstellen und den zeitlichen Ausfall wegen Erkrankungen oder Fortbildungen der Lehrer zu erheben. Während Union und FDP die Erhebung der Daten mittels eines Computerprogramms an den Schulen forderten, wies die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ulla Brede-Hoffmann, einen entsprechenden CDU-Antrag als "das tägliche Füttern von komplizierten Datenbanken" zurück. Am kommenden Montag öffnen sich für rund 603000 Schüler erneut die Schultore in Rheinland-Pfalz. dpa