| 23:10 Uhr

Stickstoffdioxid-Immissionen
BUND: Städte müssen Luftreinhaltung ernster nehmen

Mainz. () Vor dem „Dieselgipfel“ hat der rheinland-pfälzische Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Städte zum schnellen Handeln im Kampf gegen gesundheitsschädliche Stickoxide aufgefordert. In den Innenstädten von Koblenz, Ludwigshafen und Mainz überschritten die Stickstoffdioxid-Immissionen seit mehr als zehn Jahren deutlich die EU-weit gültigen Jahresmittelwerte, teilte der Landesverband des BUND. Gegen Mainz laufe bereits eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, für Koblenz prüfe der BUND derzeit, ob er Klage einreiche. „Die überhöhten Stickoxidwerte sind kein Bagatelldelikt. Bundesweit sterben allein daran jedes Jahr über 10 000 Menschen vorzeitig, vor allem an Herz- und Kreislaufkrankheiten“, sagte der BUND-Vorsitzende der Kreisgruppe Koblenz, Egbert Bialk. Koblenz, Ludwigshafen und Mainz müssten ihre Luftreinhaltepläne daher sofort nachbessern.

() Vor dem „Dieselgipfel“ hat der rheinland-pfälzische Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Städte zum schnellen Handeln im Kampf gegen gesundheitsschädliche Stickoxide aufgefordert. In den Innenstädten von Koblenz, Ludwigshafen und Mainz überschritten die Stickstoffdioxid-Immissionen seit mehr als zehn Jahren deutlich die EU-weit gültigen Jahresmittelwerte, teilte der Landesverband des BUND. Gegen Mainz laufe bereits eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, für Koblenz prüfe der BUND derzeit, ob er Klage einreiche. „Die überhöhten Stickoxidwerte sind kein Bagatelldelikt. Bundesweit sterben allein daran jedes Jahr über 10 000 Menschen vorzeitig, vor allem an Herz- und Kreislaufkrankheiten“, sagte der BUND-Vorsitzende der Kreisgruppe Koblenz, Egbert Bialk. Koblenz, Ludwigshafen und Mainz müssten ihre Luftreinhaltepläne daher sofort nachbessern.

„Wenn die krank machende Belastung mit Stickstoffdioxid nicht kurzfristig unter den gesetzlich verbindlichen Grenzwert gesenkt werden kann, müssen auch in rheinland-pfälzischen Städten als letztes Mittel Fahrverbote für Diesel-Kfz verhängt werden“, sagte der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Michael Carl.

Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mahnt eine „nachhaltige Lösung des Stickstoffdioxidproblems“ in Innenstädten an. Es gelte, verstärkt alternative Maßnahmen zu prüfen und zu entwickeln, um die Umweltbelastung schnellstmöglich dauerhaft zu reduzieren, sagte sie. Die Landesregierung unterstütze den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Förderung der Elektromobilität.



(dpa)