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Brückengegner kritisieren Grüne

Mainz. Gegner der Hochmoselbrücke haben von den rheinland-pfälzischen Grünen gefordert, offener mit dem umstrittenen Thema umzugehen. Die Partei müsse die Risiken des Brückenbaus auch im Mainzer Landtag thematisieren, verlangte Elisabeth Reis von der Bürgerinitiative "Pro Mosel" gestern

Mainz. Gegner der Hochmoselbrücke haben von den rheinland-pfälzischen Grünen gefordert, offener mit dem umstrittenen Thema umzugehen. Die Partei müsse die Risiken des Brückenbaus auch im Mainzer Landtag thematisieren, verlangte Elisabeth Reis von der Bürgerinitiative "Pro Mosel" gestern. Im Wahlkampf für die Landtagswahl im März hatten die Grünen das 330-Millionen-Euro-Projekt bei Zeltingen-Rachtig noch verhindern wollen. Im rot-grünen Koalitionsvertrag aber schluckten sie die Kröte und stimmten zu.Nun stehe die Ökopartei zwischen zwei Stühlen, schrieb Reis in einer E-Mail an Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler. Eine Lösung für den Zwist könne sein, dass sich die Grünen für mehr Transparenz im Verfahren einsetzten. "Ist die grüne Fraktion jetzt wirklich geknebelt und mit einem Maulkorb versehen worden, wenn es um den Hochmoselübergang geht?", fragte Reis.

Die Bürgerinitiative hatte eine Petition gegen die riesige Brücke, unter die Kölner Dom passen würde, ins Rollen gebracht. Darin werden unter anderem ein Baustopp und ein Mediationsverfahren gefordert. dpa