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Brandursache bleibt Spekulation

Ludwigshafen/Frankenthal. Nach der Ludwigshafener Feuerkatastrophe mit neun Toten wollen die Brandsachverständigen kommende Woche die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Das kündigte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, am Mittwoch an. Dabei werde es auch um die Ursache für das verheerende Feuer gehen

Ludwigshafen/Frankenthal. Nach der Ludwigshafener Feuerkatastrophe mit neun Toten wollen die Brandsachverständigen kommende Woche die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Das kündigte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, am Mittwoch an. Dabei werde es auch um die Ursache für das verheerende Feuer gehen. Nach den Worten Liebigs bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass eine Brandursache benannt wird. Es sei auch möglich, dass die Experten zu dem Ergebnis kämen, die Ursache sei nicht eindeutig zu klären. "Das ist jetzt aber Spekulation", betonte Liebig. Bei dem Brand in einem von türkischen Familien bewohnten Haus waren am 3. Februar neun Frauen und Kinder ums Leben gekommen. Die Ermittler schließen bislang weder einen technischen Defekt noch Brandstiftung als Ursache aus. Nach dem Brand war vor allem in der Türkei der Verdacht geäußert worden, es könne sich um einen ausländerfeindlichen Brandanschlag gehandelt haben. Klar ist bislang allerdings nur, dass das Feuer im Keller des viergeschossigen Wohnhauses ausbrach. In den kommenden Tagen sollen noch Überlebende der Katastrophe befragt werden, die aus der Türkei zurückkehren. Dorthin waren sie vor eineinhalb Wochen zur Bestattung der Toten geflogen. Die Ergebnisse der Befragungen sollen in die Erkenntnisse der Brandsachverständigen einfließen. Nach den Worten Liebigs ist die Untersuchung des Brandschutts aus dem fast völlig zerstörten Gebäude so gut wie abgeschlossen. Auf dem Spendenkonto für die von der Katastrophe betroffenen Familien sind laut Stadtverwaltung Ludwigshafen inzwischen rund 185000 Euro eingegangen. dpa