| 00:00 Uhr

Bis zu 6500 Erzieher im Streik: Viele Kindergärten dicht

Koblenz/Trier. Bis zu 6500 Erzieherinnen und Erzieher haben sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben in Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Kita-Streik beteiligt. Viele Kindergärten blieben zu, tausende Eltern mussten erneut umplanen.Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) riefen zu Kundgebungen in Koblenz, Trier, Speyer, Ingelheim und Saarbrücken auf. Agentur

Die städtischen Kitas waren in diesen Städten nach Angaben von Verdi komplett geschlossen. Laut GEW machten in Speyer und Ingelheim je rund 2000 Erzieherinnen bei den Aktionen mit, in Koblenz waren es rund 800 und in Trier etwa 500. Die Polizei gab für Speyer 2200 und für Ingelheim 1500 Teilnehmer an.

Der Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer, zeigte sich "sehr zufrieden" mit der Beteiligung an Kundgebungen und Demonstrationen . Auch die Komba Gewerkschaft Rheinland-Pfalz, die zum Beamtenbund gehört, machte beim Streik mit.

Vielerorts gab es Notplätze in Kitas. In Mainz blieben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sieben der mehr als 100 Einrichtungen für Notfälle offen.

Ein Ende des unbefristeten Ausstands ist nicht in Sicht. Die Gewerkschaften fordern für das Kita-Personal eine höhere Eingruppierung und im Schnitt zehn Prozent mehr Geld. Die kommunalen Arbeitgeber forderten eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. "Die Arbeitgeber sind jederzeit zur sofortigen Fortsetzung der Tarifverhandlungen ohne Vorbedingungen bereit", erklärte der Hauptgeschäftsführer des bundesweiten Verbands VKA, Manfred Hoffmann.