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Berufsschullehrer fühlen sich benachteiligt

Mainz/Frankenthal. Die Berufsschullehrer in Rheinland-Pfalz fühlen sich vom Land benachteiligt. Der Unterrichtsausfall in den Berufsschulen sei in den vergangenen Jahren deutlich höher als in anderen Schulen gewesen, kritisierte der Vorsitzende des Verbands der Lehrer an berufsbildenden Schulen (VLbS) Rheinland-Pfalz, Ulrich Brenken

Mainz/Frankenthal. Die Berufsschullehrer in Rheinland-Pfalz fühlen sich vom Land benachteiligt. Der Unterrichtsausfall in den Berufsschulen sei in den vergangenen Jahren deutlich höher als in anderen Schulen gewesen, kritisierte der Vorsitzende des Verbands der Lehrer an berufsbildenden Schulen (VLbS) Rheinland-Pfalz, Ulrich Brenken.An der Entwicklung habe sich in den vergangenen Jahren wenig geändert, sagte Brenken. Im Schuljahr 2010/2011 habe der Unterrichtsausfall bei 5,9 Prozent gelegen, an allgemeinbildenden Schulen nur bei 1,2 Prozent.

"Auch im aktuellen Schuljahr wird es eine deutliche Diskrepanz in der Unterrichtsversorgung geben", erwartete der Verbandsvorsitzende. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) stellt die Schülerzahlen, die Entwicklung des Unterrichtsausfalls und der Klassengrößen heute vor.

Die Realschullehrer machten auf ein ihrer Ansicht nach ebenfalls großes Problem aufmerksam: Verhaltensauffällige Schüler störten den Unterricht und machten ihn mitunter unmöglich, kritisierte der Verband Deutscher Realschullehrer. Eltern sollten ihren Kindern deshalb deutlich machen, dass der Unterricht keine "Spaßveranstaltung" sei, hieß es weiter.



Von der Landesregierung forderte der Verband zudem mehr Lehrerwochenstunden für Gewaltprävention, Konflikttraining und Beratung der Eltern. dpa

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