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Behindertenwerkstätten: Beschäftigte sollen in Kitas wechseln

Mainz. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will Beschäftigten von Behindertenwerkstätten dauerhafte Anstellungen im Hauswirtschaftsbereich von Kindertagesstätten ermöglichen. Ein in der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen gestartetes Pilotprojekt solle ausgeweitet werden, teilte das rheinland-pfälzische Familienministerium mit

Mainz. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will Beschäftigten von Behindertenwerkstätten dauerhafte Anstellungen im Hauswirtschaftsbereich von Kindertagesstätten ermöglichen. Ein in der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen gestartetes Pilotprojekt solle ausgeweitet werden, teilte das rheinland-pfälzische Familienministerium mit. Die Mitarbeiter werden nach ihrem Wechsel zu den geltenden Tarifbedingungen bezahlt. Dabei übernimmt das Land allerdings 70 Prozent der Gehaltskosten.Behinderte Menschen, die an einer Festanstellung interessiert sind, absolvieren nach den Regeln des Projekts "Helferinnen und Helfer in Kindertagesstätten" zunächst ein Praktikum in einem Kindergarten. Während dieser Zeit bleiben sie weiterhin offiziell bei einer Werkstatt beschäftigt. Im Anschluss kann ein Vertrag über eine sozialversicherungspflichtige Anstellung unterschrieben werden.

Kinder sollten so aufwachsen, dass Menschen mit Behinderung für sie etwas ganz Normales sind, sagte Familienministerin Irene Alt (Grüne). Das Land will mit einem Rundschreiben an Jugend- und Sozialämter, Behindertenwerkstätten und die Träger von Kindergärten für das neue Modell werben. epd

Foto: ministerium